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Pilgerorte deutscher Geschichte

Denkmale. Mythen. Helden. Verklärung

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Denkmale sind in Deutschland ein heikles Thema, da ihre Bewertungen stark variieren. Eine historisch bedeutende Person oder Begebenheit wird selten von allen Deutschen gleich beurteilt, was vor allem von politischen Ansichten und der Toleranz des Betrachters abhängt. Deutschland ist führend in der Anzahl nationaler Denkmale mit vierundzwanzig Stätten, während Länder wie Frankreich und die Türkei nur jeweils eines besitzen. Denkmale reflektieren nicht die Gegenwart oder das Ereignis, dem sie gewidmet sind, sondern den Zeitgeist ihrer Entstehung. Dies erklärt die Vielzahl an Denkmälern, die Wilhelm I. und Bismarck gewidmet sind, im Gegensatz zu der bescheidenen Gedenkstele für den gescheiterten Hitler-Attentäter Georg Elser, die kaum sichtbar ist. Diese Unterschiede stehen im Zusammenhang mit dem staatlich geförderten Mythos der Heldenverklärung, der seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland als Staatsdoktrin gilt. Ein neu entstehender Nationalismus fand seinen Ausdruck in der Gestaltung von Denkmälern. Das Buch untersucht, wie und warum diese Entwicklungen stattfanden und beleuchtet die komplexe Beziehung zwischen Denkmälern, Geschichte und nationaler Identität.

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Pilgerorte deutscher Geschichte, Klaus Kühnel

Langue
Année de publication
2018
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Titre
Pilgerorte deutscher Geschichte
Sous-titre
Denkmale. Mythen. Helden. Verklärung
Langue
Allemand
Éditeur
trafo
Publié
2018
Format
souple
Pages
249
ISBN10
3864650828
ISBN13
9783864650826
Séries
Description
Denkmale sind in Deutschland ein heikles Thema, da ihre Bewertungen stark variieren. Eine historisch bedeutende Person oder Begebenheit wird selten von allen Deutschen gleich beurteilt, was vor allem von politischen Ansichten und der Toleranz des Betrachters abhängt. Deutschland ist führend in der Anzahl nationaler Denkmale mit vierundzwanzig Stätten, während Länder wie Frankreich und die Türkei nur jeweils eines besitzen. Denkmale reflektieren nicht die Gegenwart oder das Ereignis, dem sie gewidmet sind, sondern den Zeitgeist ihrer Entstehung. Dies erklärt die Vielzahl an Denkmälern, die Wilhelm I. und Bismarck gewidmet sind, im Gegensatz zu der bescheidenen Gedenkstele für den gescheiterten Hitler-Attentäter Georg Elser, die kaum sichtbar ist. Diese Unterschiede stehen im Zusammenhang mit dem staatlich geförderten Mythos der Heldenverklärung, der seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland als Staatsdoktrin gilt. Ein neu entstehender Nationalismus fand seinen Ausdruck in der Gestaltung von Denkmälern. Das Buch untersucht, wie und warum diese Entwicklungen stattfanden und beleuchtet die komplexe Beziehung zwischen Denkmälern, Geschichte und nationaler Identität.