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Die Dialektik des Judentums bezüglich Herrschaft und Knechtschaft ist zentral für Hegels Philosophie der Weltgeschichte. Diese neue Deutung ist ein Ergebnis von Brumliks Analyse der Philosophen des deutschen Idealismus und deren Haltung zum Judentum. Die antijüdischen Äußerungen dieser Denker, wie Kant, der von einer "Euthanasie des Judentums" sprach, werfen Fragen zur Mitverantwortung am Holocaust auf. Brumlik nutzt drei Methoden, um diese Äußerungen zu erklären, indem er die Widersprüche und Vorurteile der Denksysteme untersucht und zeitgeschichtliche sowie biografische Kontexte heranzieht. Die Kapitel sind den Philosophen in chronologischer Reihenfolge gewidmet: Kant, Fichte, Schleiermacher, Hegel, Schelling und Marx. Jedes Essay ist eigenständig, doch die vollständige Sicht auf die idealistische Deutung des Judentums und der Religionen wird nur durch die Gesamtlektüre erlangt. Im Kant-Kapitel wird aufgezeigt, wie die Differenz zwischen Gesetz und Evangelium bei Kant in eine Theorie über die jüdische Religion mündet, die ideologisch und rechtspolitisch gegen das Judentum verwendet wurde, insbesondere von Fichte. Brumlik verdeutlicht, dass das Thema Judentum und Religion im deutschen Idealismus zentral war und tief in dessen gesellschaftliches Denken eingreift.
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Deutscher Geist und Judenhass, Micha Brumlik
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