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Das Trompe-l'oeil

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105 hochwertige Farbillustrationen sowie eine umfassende Geschichte der Kunst. Vor einem Gemälde wird der Betrachter ständig getäuscht. Ein festes Bild muss eine Handlung oder eine Stimmung vermitteln; eine Leinwand oder eine Wand, zweidimensionale Flächen, müssen einen dreidimensionalen Raum suggerieren. Um die Beziehung zwischen dem Bild und seinem Betrachter herzustellen, muss eine gewisse Komplizenschaft geschaffen werden. Nur durch die Abgrenzung seines Umfangs können wir definieren, was mit Realismus, Illusionismus und schließlich trompe-l'oeil gemeint ist. In seinen vielen Formen war die trompe-l'oeil-Malerei immer darauf ausgelegt, zu mystifizieren, die Illusion der Realität durch ihre Gewissheit zu transzendieren und zu ersetzen. Um ihr Ziel zu erreichen, hat diese Kunstform bestimmte Regeln befolgt und ein eigenes Vokabular verwendet. An der unklaren Grenze zwischen Realität und Fiktion, zwischen Kunst und Artefakt stehend, wurde die trompe-l'oeil-Malerei oft mit einer gewissen Herablassung betrachtet. Doch sie ist reich an konzeptionellem Inhalt, der ständig ein Spiegel voller suggestiver Reflexionen ist, visuell faszinierend, moralisierend und indiscreet, provokant und ironisch, seltsam und voller verborgener Bedeutungen.

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Das Trompe-l'oeil, Miriam Milman

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1984
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