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Die Erzählungen und Geschichten von Siegfried Lenz entstehen im Umkreis seiner großen Romane. Was dort in der Umgrenzung eines genau parzellierten Grundrisses ausgefächert wird, das zeigen sie komprimiert, in schlaglichtartigem Ausschnitt, in symbolhafter Verkürzung. Daß das Erzählen um der Geschichte, der Erzählung willen zu den Vorleiben von Lenz gehört, daß darin eine seiner Stärken liegt, wurde zum ersten Male deutlich an den zwanzig masurischen Geschichten seine Suleyken-Bandes. Daß er daneben in der verdichteten Erzählung ein besonders geeignetes, und ihm genau entsprechendes Mittel sieht, sich über bestimmte Verhaltensweisen des Menschen in unserer Zeit, über bestimme Gegebenheiten des Alltags klar zu werden, daß in diesem Sinne das Erzählen zugleich Zeitkritik ist, zeigen die Bände "Jäger des Spotts" -- mit dem Untertitel: Geschichten aus dieser Zeit -- und "Das Feuerschiff". Abermals hat sich jetzt über Jahre hin ein Band gerundet, der die breite Skala des Erzählers Siegfried Lenz erkennen läßt. Wieder geht es um Verständnis heutiger Gegebenheiten und Situationen. Wieder reicht der Bogen von der nüchternen, beinah lakonischen Erzählung bis zur disziplinierten, in ihrem Effekt genau kontrollierten Satire. Gemeinsam ist den Geschichten dieses Bandes, von denen einige bereits in Zeitungen und Zeitschriften (Zeit, Welt, Sonntagsblatt, Süddeutsche Zeitung, Monat, Merkur) sowie im Norddeutschen Rundfunk veröffentlicht worden sind, die Sympathie mit den Schwachen, den von vornherien Unterlegenen, die trotzdem die Mächtigen, denen sie ausgeliefert sind, in Verlegenheit bringen. Diese Sympathie findet ihre Entsprechung im Grundmotiv de Spielverderbens und bezeichnet die Position des Autors, die Art seines Engagements.
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Der Spielverderber, Siegfried Lenz
- Langue
- Année de publication
- 1965
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- (rigide)
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- Titre
- Der Spielverderber
- Sous-titre
- Erzählungen
- Langue
- Allemand
- Auteurs
- Siegfried Lenz
- Éditeur
- Hoffmann und Campe
- Publié
- 1965
- Format
- rigide
- Pages
- 243
- ISBN10
- 3455042295
- ISBN13
- 9783455042290
- Séries
- Mots clés
- Fiction, Littérature mondiale
- Évaluation
- 4 sur 5
- Description
- Die Erzählungen und Geschichten von Siegfried Lenz entstehen im Umkreis seiner großen Romane. Was dort in der Umgrenzung eines genau parzellierten Grundrisses ausgefächert wird, das zeigen sie komprimiert, in schlaglichtartigem Ausschnitt, in symbolhafter Verkürzung. Daß das Erzählen um der Geschichte, der Erzählung willen zu den Vorleiben von Lenz gehört, daß darin eine seiner Stärken liegt, wurde zum ersten Male deutlich an den zwanzig masurischen Geschichten seine Suleyken-Bandes. Daß er daneben in der verdichteten Erzählung ein besonders geeignetes, und ihm genau entsprechendes Mittel sieht, sich über bestimmte Verhaltensweisen des Menschen in unserer Zeit, über bestimme Gegebenheiten des Alltags klar zu werden, daß in diesem Sinne das Erzählen zugleich Zeitkritik ist, zeigen die Bände "Jäger des Spotts" -- mit dem Untertitel: Geschichten aus dieser Zeit -- und "Das Feuerschiff". Abermals hat sich jetzt über Jahre hin ein Band gerundet, der die breite Skala des Erzählers Siegfried Lenz erkennen läßt. Wieder geht es um Verständnis heutiger Gegebenheiten und Situationen. Wieder reicht der Bogen von der nüchternen, beinah lakonischen Erzählung bis zur disziplinierten, in ihrem Effekt genau kontrollierten Satire. Gemeinsam ist den Geschichten dieses Bandes, von denen einige bereits in Zeitungen und Zeitschriften (Zeit, Welt, Sonntagsblatt, Süddeutsche Zeitung, Monat, Merkur) sowie im Norddeutschen Rundfunk veröffentlicht worden sind, die Sympathie mit den Schwachen, den von vornherien Unterlegenen, die trotzdem die Mächtigen, denen sie ausgeliefert sind, in Verlegenheit bringen. Diese Sympathie findet ihre Entsprechung im Grundmotiv de Spielverderbens und bezeichnet die Position des Autors, die Art seines Engagements.



