Bookbot

Gesellschaft der Angst

Évaluation du livre

En savoir plus sur le livre

Angst kennzeichnet eine Zeit in Europa, in der rechte Populisten auf dem Vormarsch sind und Erschöpfungsdepressionen unter normalen Menschen zunehmen. Der Kapitalismus wird als Krisenzusammenhang erlebt, und Angst wird zum Ausdruck eines instabilen Gesellschaftszustands. Die Mehrheitsklasse, die zur Wahl geht und Biokost bevorzugt, fühlt sich in ihrem sozialen Status bedroht und sieht ihre Zukunft gefährdet. Es herrscht das Gefühl, in einer Welt zu leben, die einem nicht mehr gehört. Heinz Bude erfasst anhand des Erfahrungsbegriffs der Angst eine Gesellschaft voller Ungewissheit, unterdrückter Wut und stiller Verbitterung. Dies beeinflusst intime Beziehungen, die Arbeitswelt sowie die Einstellung zu politischen Angeboten und Finanzdienstleistungen. Börsenkrisen und Datenströme erzeugen Angst, während wir dennoch im Internet surfen und spekulieren. Es geht weniger um die Furcht vor einem „großen Anderen“, sondern um die Angst vor den eigenen, scheinbar unendlichen Möglichkeiten. Das Angstbild, das nach den Krisen des Kapitalismus und des Internets entsteht, zeigt selbstregulative Systeme, die von den Entscheidungen der Individuen abhängen. Die Menschen sind gesellschaftlichen Entwicklungen ausgeliefert und fühlen sich oft verlassen oder übergangen. Wie kann unser Ich der Angst standhalten und in welchen Ritualen und Diskursen können wir uns über gemeinsame Ängste austauschen?

Achat du livre

Gesellschaft der Angst, Karl-Heinz Bude

Langue
Année de publication
2015
Nous vous informerons par e-mail dès que nous l’aurons retrouvé.

Modes de paiement

3,5
Très bien !
43 Évaluations

Il manque plus que ton avis ici.

Titre
Gesellschaft der Angst
Langue
Allemand
Éditeur
BpB
Publié
2015
Pages
167
ISBN10
3838905032
ISBN13
9783838905037
Séries
Première publication
2019
Titre original
Gesellshaft der Angst
Évaluation
3,5 sur 5
Description
Angst kennzeichnet eine Zeit in Europa, in der rechte Populisten auf dem Vormarsch sind und Erschöpfungsdepressionen unter normalen Menschen zunehmen. Der Kapitalismus wird als Krisenzusammenhang erlebt, und Angst wird zum Ausdruck eines instabilen Gesellschaftszustands. Die Mehrheitsklasse, die zur Wahl geht und Biokost bevorzugt, fühlt sich in ihrem sozialen Status bedroht und sieht ihre Zukunft gefährdet. Es herrscht das Gefühl, in einer Welt zu leben, die einem nicht mehr gehört. Heinz Bude erfasst anhand des Erfahrungsbegriffs der Angst eine Gesellschaft voller Ungewissheit, unterdrückter Wut und stiller Verbitterung. Dies beeinflusst intime Beziehungen, die Arbeitswelt sowie die Einstellung zu politischen Angeboten und Finanzdienstleistungen. Börsenkrisen und Datenströme erzeugen Angst, während wir dennoch im Internet surfen und spekulieren. Es geht weniger um die Furcht vor einem „großen Anderen“, sondern um die Angst vor den eigenen, scheinbar unendlichen Möglichkeiten. Das Angstbild, das nach den Krisen des Kapitalismus und des Internets entsteht, zeigt selbstregulative Systeme, die von den Entscheidungen der Individuen abhängen. Die Menschen sind gesellschaftlichen Entwicklungen ausgeliefert und fühlen sich oft verlassen oder übergangen. Wie kann unser Ich der Angst standhalten und in welchen Ritualen und Diskursen können wir uns über gemeinsame Ängste austauschen?