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Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Magdeburg

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Im letzten Jahrhundert wurde Magdeburg als „Kunststadt“ und „Führerin im modernen Kunstgewerbe“ anerkannt, was der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule zu verdanken war. Die Erfolge ihrer Exponenten auf der Weltausstellung St. Louis 1904 und der Dritten Deutschen Kunstgewerbeausstellung Dresden 1906 veränderten die öffentliche Wahrnehmung. 1908 wurde die Schule als „Musteranstalt“ für ihre pädagogische Arbeit bezeichnet. Unter Direktor Emil Thormählen versammelte die Schule talentierte Künstler wie Paul Bürck und Albin Müller, die das künstlerische Potential der Zeit verkörperten. Viele Lehrer hatten an renommierten Institutionen in Wien oder Berlin studiert. Ab 1925, bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten, war die Schule auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität. Bruno Taut versuchte 1923, die künstlerische Avantgarde an der Schule zu etablieren, was mit Wilhelm Deffke, einem Schüler von Peter Behrens, gelang. Die Ausbildung konzentrierte sich auf das Handwerk und moderne Gestaltung, um „qualitätsvolle Arbeiter und Werkgestalter“ auszubilden. Walter Dexel, der 1928 die Leitung der Gebrauchsgrafik übernahm, verband Sachlichkeit mit zeitgemäßem handwerklichen Anspruch. Diese reich illustrierte Darstellung der Schulgeschichte dokumentiert die Entwicklung von der Gründung 1793 bis zur Umstrukturierung nach dem Zweiten Weltkrieg und der Schließung 1963.

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Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Magdeburg, Norbert Eisold

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2011
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