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Zootechnologien

Eine Mediengeschichte der Schwarmforschung

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Schwarmphänomene stehen im Fokus kultur- und sozialhistorischer Debatten, angezogen von den Vorteilen verteilter Organisationsweisen und kollektiver Intelligenz. Diese Entwicklungen sind nicht nur biologischen und sozialen Ordnungsideen zuzuordnen, sondern auch einem technologischen Dritten. Seit 1900 werden in der Biologie verschiedene Medientechniken eingesetzt, um Schwärme zu erforschen, von Ozeanbeobachtungen über Aquarienexperimente bis hin zu mathematischen Modellen und Computersimulationen. Ab dem späten 20. Jahrhundert inspirieren Schwärme zudem computertechnische Verfahren, die komplexe Regelungsfragen und intransparente Probleme adressieren, etwa in der Logistik, Finanzmarktsimulation, Epidemiologie und Robotik. Schwärme sind als Zootechnologien zu verstehen, die das unbeseelte tierische Leben im Schwarm mit der experimentellen Epistemologie der Computersimulation verbinden. Diese medientechnische Dimension ermöglicht den aktuellen „schwärmerischen“ Ton und prägt die Resonanzen zwischen Netzwerk-Euphorien, neuen Steuerungsideen und einer Ästhetik des Kollektiven. Der Band trägt zur Entzifferung einer wichtigen Gestalt des sozialen und politischen Imaginären bei und rekonstruiert eine Wissensfigur, die als jüngste Transformation moderner Systemgedanken interpretiert werden kann.

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Zootechnologien, Sebastian Vehlken

Langue
Année de publication
2012
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Titre
Zootechnologien
Sous-titre
Eine Mediengeschichte der Schwarmforschung
Langue
Allemand
Éditeur
Diaphanes
Publié
2012
Format
souple
Pages
442
ISBN10
3037341769
ISBN13
9783037341766
Séries
Description
Schwarmphänomene stehen im Fokus kultur- und sozialhistorischer Debatten, angezogen von den Vorteilen verteilter Organisationsweisen und kollektiver Intelligenz. Diese Entwicklungen sind nicht nur biologischen und sozialen Ordnungsideen zuzuordnen, sondern auch einem technologischen Dritten. Seit 1900 werden in der Biologie verschiedene Medientechniken eingesetzt, um Schwärme zu erforschen, von Ozeanbeobachtungen über Aquarienexperimente bis hin zu mathematischen Modellen und Computersimulationen. Ab dem späten 20. Jahrhundert inspirieren Schwärme zudem computertechnische Verfahren, die komplexe Regelungsfragen und intransparente Probleme adressieren, etwa in der Logistik, Finanzmarktsimulation, Epidemiologie und Robotik. Schwärme sind als Zootechnologien zu verstehen, die das unbeseelte tierische Leben im Schwarm mit der experimentellen Epistemologie der Computersimulation verbinden. Diese medientechnische Dimension ermöglicht den aktuellen „schwärmerischen“ Ton und prägt die Resonanzen zwischen Netzwerk-Euphorien, neuen Steuerungsideen und einer Ästhetik des Kollektiven. Der Band trägt zur Entzifferung einer wichtigen Gestalt des sozialen und politischen Imaginären bei und rekonstruiert eine Wissensfigur, die als jüngste Transformation moderner Systemgedanken interpretiert werden kann.