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Politikanalysen

Reflexionen in der Aufklärungswelt

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Österreich und Europa erlebten nach der Wiederaufbauphase zwei bedeutende Epochenschwellen: die Reform- und Protestbewegung der sechziger Jahre sowie den Zeitenbruch 1989/90, der mit der Erosion des Kommunismus und der Dynamisierung der europäischen Integration einherging. Der Autor, ein renommierter Politikwissenschaftler und Verfassungsrechtler an der Grazer Universität und Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, untersucht in seinen 20 Beiträgen über 40 Jahre diese Prozesse an der Schnittstelle von Geschichte, Kultur, Politik und Recht. Dabei werden Fragen der Demokratie und des stark ausgeprägten Parteienstaates in Österreich behandelt, ebenso wie die Herausforderungen des Rechtsstaates, der die Einzelperson als kleinste Minderheit des modernen Staates betrachtet. Ein besonderes Augenmerk gilt der politischen Theorie, der Ideengeschichte sowie dem Verhältnis von Sprache und Politik und von Religion und Politik. Der Autor bietet in ausgewogener Weise sowohl „Verfügungswissen“ als auch „Orientierungswissen“ in plausibler Argumentation und vergleichender Perspektive an. Er reflektiert über die Illusion, einen demokratischen Rechtsstaat gegen menschliche Fehler absichern zu können, und betont, dass Verfassungsartikel allein keine Demokraten ersetzen können.

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Politikanalysen, Wolfgang Mantl

Langue
Année de publication
2007
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Titre
Politikanalysen
Sous-titre
Reflexionen in der Aufklärungswelt
Langue
Allemand
Éditeur
Böhlau
Publié
2007
Format
rigide
Pages
345
ISBN10
3205984595
ISBN13
9783205984597
Séries
Description
Österreich und Europa erlebten nach der Wiederaufbauphase zwei bedeutende Epochenschwellen: die Reform- und Protestbewegung der sechziger Jahre sowie den Zeitenbruch 1989/90, der mit der Erosion des Kommunismus und der Dynamisierung der europäischen Integration einherging. Der Autor, ein renommierter Politikwissenschaftler und Verfassungsrechtler an der Grazer Universität und Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, untersucht in seinen 20 Beiträgen über 40 Jahre diese Prozesse an der Schnittstelle von Geschichte, Kultur, Politik und Recht. Dabei werden Fragen der Demokratie und des stark ausgeprägten Parteienstaates in Österreich behandelt, ebenso wie die Herausforderungen des Rechtsstaates, der die Einzelperson als kleinste Minderheit des modernen Staates betrachtet. Ein besonderes Augenmerk gilt der politischen Theorie, der Ideengeschichte sowie dem Verhältnis von Sprache und Politik und von Religion und Politik. Der Autor bietet in ausgewogener Weise sowohl „Verfügungswissen“ als auch „Orientierungswissen“ in plausibler Argumentation und vergleichender Perspektive an. Er reflektiert über die Illusion, einen demokratischen Rechtsstaat gegen menschliche Fehler absichern zu können, und betont, dass Verfassungsartikel allein keine Demokraten ersetzen können.