Uwe Hoßfeld Ordre des livres (chronologique)



Über viele Jahrhunderte erklärten religiöse Vorgaben die Herkunft des Menschen. Erst im 19. Jahrhundert setzte eine breite anthropologische Erforschung menschlicher Abstammung ein. Die Ergebnisse wurden umfassend in der Öffentlichkeit diskutiert. Wissenschaftliche Erkenntnisse ganz unterschiedlicher Qualität fanden dabei ihren Weg in die praktische Politik. Diese Verbindung soll hier vorgestellt und analysiert werden.
Wissenschaftskultur um 1900 - 3: Anthropologie nach Haeckel
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Der Jenaer Zoologe Ernst Haeckel (1834-1919) hat mit seinem wissenschaftlichen Werk nicht nur für die Biologie- und Universitätsgeschichte, sondern auch für die Geschichte der Anthropologie des 19. und 20. Jahrhunderts zentrale Bedeutung erlangt. Mit Haeckel konstituiert sich eine evolutionär verstandene biologische Anthropologie, die in ihrer Konzeption dann auch weltanschaulich ausholt. Diesen Ansatz einer gegen die philosophische Tradition formulierten biologischen Anthropologie führt sich bis ins 20. Jahrhundert fort, wird im Kontext der „Deutschen Biologie“ nach 1933 vollends ideologisiert und führt nach 1945 zur Marginalisierung des Faches. Die Beiträge des vorliegenden Sammelbandes beleuchten exemplarisch wesentliche Stadien dieser Geschichte der Anthropologie nach Haeckel.