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Gespannte Verhältnisse

Frieden und Protest in Europa während der 1970er und 1980er Jahre

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Friedensproteste und Forderungen nach Frieden gab es während der 1970er und -80er Jahre sowohl in Westwie Osteuropa – freilich unter sehr unterschiedlichen Vorzeichen. Während die atomare Aufrüstung auf der einen Seite den Schwerpunkt bildete, stand auf der anderen Seite die Forderung nach Umsetzung individueller Freiheitsrechte im Mittelpunkt. Doch auch dieser Befund differenziert sich, wenn Bewegungen, Akteure und Debatten einzelner Länder genauer in den Blick genommen werden. Hinzu kommen ganz unterschiedlich ausgeprägte Bezugnahmen auf andere Länder, sowohl innerhalb West- und Osteuropas als auch über die Blockgrenze hinweg. Unter dem Titel „Gespannte Verhältnisse“ wird der Frage nachgegangen, ob und wie konkrete Vernetzungen nationale Grenzen aber auch innergesellschaftliche und politische Barrieren überwanden und unter welchen Bedingungen der Austausch möglich war. Grenzüberschreitende Beziehungen waren keineswegs immer harmonisch, sondern von Konflikten über Organisations- und Protestformen, Vorstellungen von Frieden und Krieg, aber auch über die Reichweite der Proteste gekennzeichnet. Darüber hinaus geben die Studien Einblick, wie in den 1970er und 1980er Jahren die Friedensbewegungen die machtpolitische, kulturelle und ideengeschichtliche Ordnung des Kalten Krieges zu transzendieren vermochten – oder auch nicht.

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Gespannte Verhältnisse, Claudia Kemper

Langue
Année de publication
2017
Reliure
(souple)
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Titre
Gespannte Verhältnisse
Sous-titre
Frieden und Protest in Europa während der 1970er und 1980er Jahre
Langue
Allemand
Éditeur
Klartext
Publié
2017
Format
souple
Pages
200
ISBN10
3837516962
ISBN13
9783837516968
Séries
Description
Friedensproteste und Forderungen nach Frieden gab es während der 1970er und -80er Jahre sowohl in Westwie Osteuropa – freilich unter sehr unterschiedlichen Vorzeichen. Während die atomare Aufrüstung auf der einen Seite den Schwerpunkt bildete, stand auf der anderen Seite die Forderung nach Umsetzung individueller Freiheitsrechte im Mittelpunkt. Doch auch dieser Befund differenziert sich, wenn Bewegungen, Akteure und Debatten einzelner Länder genauer in den Blick genommen werden. Hinzu kommen ganz unterschiedlich ausgeprägte Bezugnahmen auf andere Länder, sowohl innerhalb West- und Osteuropas als auch über die Blockgrenze hinweg. Unter dem Titel „Gespannte Verhältnisse“ wird der Frage nachgegangen, ob und wie konkrete Vernetzungen nationale Grenzen aber auch innergesellschaftliche und politische Barrieren überwanden und unter welchen Bedingungen der Austausch möglich war. Grenzüberschreitende Beziehungen waren keineswegs immer harmonisch, sondern von Konflikten über Organisations- und Protestformen, Vorstellungen von Frieden und Krieg, aber auch über die Reichweite der Proteste gekennzeichnet. Darüber hinaus geben die Studien Einblick, wie in den 1970er und 1980er Jahren die Friedensbewegungen die machtpolitische, kulturelle und ideengeschichtliche Ordnung des Kalten Krieges zu transzendieren vermochten – oder auch nicht.