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Goldhagen und die deutsche Linke oder die Gegenwart des Holocaust

oder, die Gegenwart des Holocaust

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Wie die gesamte deutsche Gesellschaft haben auch viele deutsche Linke seit dem Faschismus zwischen "den Nazis" und "den Deutschen" einen Gegensatz konstruiert. Mit diesem Mythos hat Goldhagens Studie über "Hitlers willige Vollstrecker" gründlich aufgeräumt. Wie hat die Linke auf diese Herausforderung reagiert, warum reproduziert auch sie bis heute die Entlastungsargumente der deutschen "Tätergemeinschaft"? Die Autoren führen diese Haltung zum einen auf nationalsozialistische Traditionen in der deutschen Arbeiterbewegung und ihren Parteien zurück. Zum anderen zeigen sie auf, daß auch die Linken die Singularität des Holocaust nicht in ihrer ganzen Dimension akzeptieren wollten und konnten. Sie gehen der Befangenheit der deutschen Linken gegenüber den Verbrechen ihrer Eltern und Großeltern auf den Grund und kommen zu dem Ergebnis, daß "nach Goldhagen" die Geschichte ihrer Verleugnung neu aufgerollt werden muß, an der die deutsche Linke - ob in Ost oder West - erheblich mitgewirkt hat.

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Goldhagen und die deutsche Linke oder die Gegenwart des Holocaust, Ulrike Becker

Langue
Année de publication
1997
Reliure
(souple)
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Titre
Goldhagen und die deutsche Linke oder die Gegenwart des Holocaust
Sous-titre
oder, die Gegenwart des Holocaust
Langue
Allemand
Publié
1997
Format
souple
Pages
192
ISBN10
3885206390
ISBN13
9783885206392
Séries
Description
Wie die gesamte deutsche Gesellschaft haben auch viele deutsche Linke seit dem Faschismus zwischen "den Nazis" und "den Deutschen" einen Gegensatz konstruiert. Mit diesem Mythos hat Goldhagens Studie über "Hitlers willige Vollstrecker" gründlich aufgeräumt. Wie hat die Linke auf diese Herausforderung reagiert, warum reproduziert auch sie bis heute die Entlastungsargumente der deutschen "Tätergemeinschaft"? Die Autoren führen diese Haltung zum einen auf nationalsozialistische Traditionen in der deutschen Arbeiterbewegung und ihren Parteien zurück. Zum anderen zeigen sie auf, daß auch die Linken die Singularität des Holocaust nicht in ihrer ganzen Dimension akzeptieren wollten und konnten. Sie gehen der Befangenheit der deutschen Linken gegenüber den Verbrechen ihrer Eltern und Großeltern auf den Grund und kommen zu dem Ergebnis, daß "nach Goldhagen" die Geschichte ihrer Verleugnung neu aufgerollt werden muß, an der die deutsche Linke - ob in Ost oder West - erheblich mitgewirkt hat.