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Narzissmus

Selbstwerdung zwischen Destruktion und Produktivität (Materialien)

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Narzißmus als Krankheit ist in der klinischen Literatur häufig belegt und bleibt als Schlagwort in der psychologisierenden Gesellschaftsanalyse relevant. Ein narzißtisches Modell der jugendlichen Psyche wird aufgrund theoretischer Probleme und mangelnder empirischer Nachweise abgelehnt, findet jedoch in pädagogischen und journalistischen Überlegungen zur Jugend weiterhin Anwendung. Die Arbeit untersucht die Beiträge des Narzißmus zur psychischen Gesundheit, Selbstwertregulation und dem Wohlbefinden des Selbst. Sie integriert eine ontogenetische Entwicklungsperspektive und beleuchtet den Erklärungswert des Narzißmuskonzepts für die Entstehung von Subjektivität, Objektivität, Ich und Du sowie für Bindung, Trennung, Interaktion und Sozialität. Narzißmus wird als Wendung auf das Selbst verstanden, die Krisen durch Selbstvergewisserung und -stärkung bewältigt. Der Geltungsrahmen des Konzepts erweitert sich vom pathologischen Verständnis zu einem Verstehensmodell für psychische Abläufe in der individuellen Lebensgeschichte. Jugendlicher Narzißmus wird als charakteristisch für diese Lebensphase betrachtet, als Ergebnis spezifischer Anforderungen, die auch in anderen Umbruchphasen und kritischen Lebensereignissen auftreten. Die Arbeit gliedert sich in Einleitung, Mythos und Subjektivität, Entwicklungstheorien, pädagogische Rezeption sowie einen Ausblick auf Narzißmus und Spiel.

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Narzissmus, Hans-Joachim Roth

Langue
Année de publication
1990
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(souple),
État du livre
Bon
Prix
12,49 €

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Titre
Narzissmus
Sous-titre
Selbstwerdung zwischen Destruktion und Produktivität (Materialien)
Langue
Allemand
Publié
1990
Format
souple
Pages
296
ISBN10
3779908212
ISBN13
9783779908210
Séries
Description
Narzißmus als Krankheit ist in der klinischen Literatur häufig belegt und bleibt als Schlagwort in der psychologisierenden Gesellschaftsanalyse relevant. Ein narzißtisches Modell der jugendlichen Psyche wird aufgrund theoretischer Probleme und mangelnder empirischer Nachweise abgelehnt, findet jedoch in pädagogischen und journalistischen Überlegungen zur Jugend weiterhin Anwendung. Die Arbeit untersucht die Beiträge des Narzißmus zur psychischen Gesundheit, Selbstwertregulation und dem Wohlbefinden des Selbst. Sie integriert eine ontogenetische Entwicklungsperspektive und beleuchtet den Erklärungswert des Narzißmuskonzepts für die Entstehung von Subjektivität, Objektivität, Ich und Du sowie für Bindung, Trennung, Interaktion und Sozialität. Narzißmus wird als Wendung auf das Selbst verstanden, die Krisen durch Selbstvergewisserung und -stärkung bewältigt. Der Geltungsrahmen des Konzepts erweitert sich vom pathologischen Verständnis zu einem Verstehensmodell für psychische Abläufe in der individuellen Lebensgeschichte. Jugendlicher Narzißmus wird als charakteristisch für diese Lebensphase betrachtet, als Ergebnis spezifischer Anforderungen, die auch in anderen Umbruchphasen und kritischen Lebensereignissen auftreten. Die Arbeit gliedert sich in Einleitung, Mythos und Subjektivität, Entwicklungstheorien, pädagogische Rezeption sowie einen Ausblick auf Narzißmus und Spiel.