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Kochen mit Ketchup

Die Spur des Ketchups in Kunst, Kino, Kirche, Kultur und Küche

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Ketchup polarisiert. Den Angehörigen eines ökologisch bewussten Juste Milieus gilt er als gesundheitsschädlicher Saft des Leibhaftigen. Auf Distinktion bedachte Feingeister sehen darin ein Symbol eines plebejischen schlechten Geschmacks und des allgemeinen Kulturverfalls. Beiden suppt dabei der über Generationen gelernte Antiamerikanismus eines bräsigen Bildungsbürgertums aus allen Poren, das seine eigenen Privilegien übersieht und seine Ressentiments nicht mehr hinterfragt. Andere lieben Ketchup. Viele lieben Ketchup. Alle normalen Menschen, die keine dünkelhaften Snobs sind, lieben Ketchup. Sogar Andy Warhol liebte Ketchup. Auch von ihm und dem Zugriff der Kunst handelt dieses Buch. Holm Friebe und Rainer Kirberg bekennen sich zum Banausentum und feiern den Ketchup nicht nur als Symbol einer demokratischen Populärkultur, sondern auch als gesunde und nahrhafte, vor allem leckere Kochzutat. In ihrem vorangestellten Essay ›The Church of Ketchup‹ liefern die Autoren eine kleine Kulturgeschichte des Ketchups, verrichten Arbeit am Mythos und brechen eine Lanze für den roten Lebenssaft. Im Rezeptteil schließlich verraten uns 24 Autorinnen ihre liebsten Kochrezepte mit der magischen Zutat. Mit Beiträgen von Klaus Lederer, Elke Schmitter, Marc Ottiker, Carl Grouwet und Gustav Seibt, Anne Waak, Oliver K. Schweinoch, Karin Laudenbach, Hilka Dirks, Laura Helena Wurth, Michael Strautmann, Jenny Zylka und vielen anderen.

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Kochen mit Ketchup, Holm Friebe, Rainer Kirberg

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2026
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