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Al-azālī und der theologisch-philosophische Diskurs im mittelalterlichen Islam

Studienarbeit

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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Orientalistik / Sinologie - Islamwissenschaft, Note: 1.7, Georg-August-Universität Göttingen (Institut für Arabistik), Veranstaltung: Intellektuelle Kurse im Islam, Sprache: Deutsch, Abstract: Lange Zeit wurde die Philosophie im islamischen Kulturkreis nicht gewürdigt, obwohl sie bedeutende Denker hervorgebracht hat. Stattdessen wurde ihr oft eine "Brückenfunktion" zugeschrieben, die das antike Wissen ins lateinische Mittelalter übertrug. Die Übersetzungen antiker Werke ins Arabische und die damit verbundene intensive Rezeption der antiken Wissenschaften begannen im 8./9. Jahrhundert n. Chr. unter den Abbasiden, die Syrien, Ägypten und Persien eroberten. In dieser Zeit war neues Wissen in Bereichen wie Mathematik, Astronomie, Geographie und Politik sehr gefragt. Philosophisches Wissen wurde erstmals politisch relevant. Al-Fārābī, der im 9. Jahrhundert lebte, widmete sich der politischen Philosophie und begründete eine rationalistische Sichtweise, die die religiöse Grundlage hinterfragte. Auch Ibn Rusd aus Cordoba (12. Jh.) stellte die Vernunft ins Zentrum seines Denkens und distanzierte sich von der Vorstellung, dass religiöses Wissen alleinige Grundlage des Denkens sein sollte. Diese Ansichten führten zu Konflikten mit Rechtsgelehrten, die die Religion als oberste Autorität verteidigten, wie Muḥammad al-Ġazālī, der sich intensiv mit der Philosophie und ihren Schwachpunkten ausein

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Al-azālī und der theologisch-philosophische Diskurs im mittelalterlichen Islam, Britta Werner

Langue
Année de publication
2008
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(souple),
État du livre
Très bon
Prix
5,59 €

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Titre
Al-azālī und der theologisch-philosophische Diskurs im mittelalterlichen Islam
Sous-titre
Studienarbeit
Langue
Allemand
Format
souple
ISBN10
3640530187
ISBN13
9783640530182
Séries
Description
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Orientalistik / Sinologie - Islamwissenschaft, Note: 1.7, Georg-August-Universität Göttingen (Institut für Arabistik), Veranstaltung: Intellektuelle Kurse im Islam, Sprache: Deutsch, Abstract: Lange Zeit wurde die Philosophie im islamischen Kulturkreis nicht gewürdigt, obwohl sie bedeutende Denker hervorgebracht hat. Stattdessen wurde ihr oft eine "Brückenfunktion" zugeschrieben, die das antike Wissen ins lateinische Mittelalter übertrug. Die Übersetzungen antiker Werke ins Arabische und die damit verbundene intensive Rezeption der antiken Wissenschaften begannen im 8./9. Jahrhundert n. Chr. unter den Abbasiden, die Syrien, Ägypten und Persien eroberten. In dieser Zeit war neues Wissen in Bereichen wie Mathematik, Astronomie, Geographie und Politik sehr gefragt. Philosophisches Wissen wurde erstmals politisch relevant. Al-Fārābī, der im 9. Jahrhundert lebte, widmete sich der politischen Philosophie und begründete eine rationalistische Sichtweise, die die religiöse Grundlage hinterfragte. Auch Ibn Rusd aus Cordoba (12. Jh.) stellte die Vernunft ins Zentrum seines Denkens und distanzierte sich von der Vorstellung, dass religiöses Wissen alleinige Grundlage des Denkens sein sollte. Diese Ansichten führten zu Konflikten mit Rechtsgelehrten, die die Religion als oberste Autorität verteidigten, wie Muḥammad al-Ġazālī, der sich intensiv mit der Philosophie und ihren Schwachpunkten ausein