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Bild-Zeit

Eine Kunstgeschichte der Vierten Dimension II

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Der Nachfolgeband des 1996 erschienenen Bandes "Bild-Zeit. Eine Kunstgeschichte der vierten Dimension" setzt die Untersuchung uber die Zeitproblematik in der bildenden Kunst fort. Mit dem sich schnell entwickelnden Illusionismus in der fruhen Neuzeit eroffnete sich dem Kunstler ein immer breiteres Spektrum der zeitlichen Ausdifferenzierung vorgegebener Gestalten und Geschehnisse. Dementsprechend erfuhr auch die Erlebniszeit des Betrachters im asthetischen Nachvollzug der vorgestellten Geschichte eine emphatische Vertiefung - dabei stellten das nicht Gezeigte, das implizit Gedachte und Verweisende, den Rezipienten vor neue Aufgaben zeitlicher Einordnung und Interpretation. Bei der "Eroberung der sichtbaren Welt" im 15. Jahrhundert schlugen die Kunstler in Italien, Burgund und den Niederlanden unterschiedliche Wege ein. In Italien ruhte das Hauptaugenmerk auf der glaubhaften Inszenierung einer istoria, wahrend die Niederlander die empirische Erkundung des Sichtbaren auf die Spitze trieben und den sakralen Aspekt ihrer Altarbilder weiterfuhren. Der Zeitaspekt in der bildenden Kunst bietet ein nie enden wollendes Betatigungsfeld kunsthistorischer Interpretation, das im Laufe der Entwicklung der abendlandischen Kunst immer weitere Kreise zieht und neue Erscheinungsformen annimmt.

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Bild-Zeit, Götz Pochat

Langue
Année de publication
2004
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Titre
Bild-Zeit
Sous-titre
Eine Kunstgeschichte der Vierten Dimension II
Langue
Allemand
Éditeur
Böhlau
Publié
2004
Format
rigide
ISBN10
3205772237
ISBN13
9783205772231
Séries
Description
Der Nachfolgeband des 1996 erschienenen Bandes "Bild-Zeit. Eine Kunstgeschichte der vierten Dimension" setzt die Untersuchung uber die Zeitproblematik in der bildenden Kunst fort. Mit dem sich schnell entwickelnden Illusionismus in der fruhen Neuzeit eroffnete sich dem Kunstler ein immer breiteres Spektrum der zeitlichen Ausdifferenzierung vorgegebener Gestalten und Geschehnisse. Dementsprechend erfuhr auch die Erlebniszeit des Betrachters im asthetischen Nachvollzug der vorgestellten Geschichte eine emphatische Vertiefung - dabei stellten das nicht Gezeigte, das implizit Gedachte und Verweisende, den Rezipienten vor neue Aufgaben zeitlicher Einordnung und Interpretation. Bei der "Eroberung der sichtbaren Welt" im 15. Jahrhundert schlugen die Kunstler in Italien, Burgund und den Niederlanden unterschiedliche Wege ein. In Italien ruhte das Hauptaugenmerk auf der glaubhaften Inszenierung einer istoria, wahrend die Niederlander die empirische Erkundung des Sichtbaren auf die Spitze trieben und den sakralen Aspekt ihrer Altarbilder weiterfuhren. Der Zeitaspekt in der bildenden Kunst bietet ein nie enden wollendes Betatigungsfeld kunsthistorischer Interpretation, das im Laufe der Entwicklung der abendlandischen Kunst immer weitere Kreise zieht und neue Erscheinungsformen annimmt.