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Einst und jetzt

Von Coney Island nach New York

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Joseph Heller präsentiert seine Autobiographie in einem unaufgeregten, manchmal lässigen Ton und erzählt von seiner Kindheit und Jugend auf Coney Island, seiner Studienzeit nach dem Krieg und seinem Werdegang als Autor. Die Erzählung folgt eher einem assoziativen als einem strengen chronologischen Verlauf. Besonders eindrücklich zeigt Heller, wie selektiv und parteiisch Erinnerungen sein können. So erwähnt er beispielsweise seine Zeit als Pilot im Zweiten Weltkrieg nur am Rande, obwohl dieses Erlebnis ihn stark geprägt haben muss. Auch die schwere Nervenerkrankung, die ihn 1981 fast vollständig lähmte, wird nur beiläufig angesprochen. Es scheint, als wolle Heller sich nicht auf die großen Ereignisse seines Lebens konzentrieren, sondern eher auf die farbenfrohen, detailreichen Aspekte. Seine Erinnerungen enden, wo sie begonnen haben – auf Coney Island, dem einstigen Vergnügungsviertel New Yorks. Doch die glitzernde Welt seiner Kindheit ist verschwunden, die Freunde haben sich zerstreut, und die nostalgischen Traditionen sind neuen Moden gewichen. Heller selbst ist zu einem literarischen Denkmal geworden. Umso sympathischer ist sein gelassener und heiterer Umgang mit der Erinnerung, der ohne Selbstinszenierung oder Eigenlob auskommt.

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Einst und jetzt, Joseph Heller

Langue
Année de publication
1999
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3,6
Très bien
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Titre
Einst und jetzt
Sous-titre
Von Coney Island nach New York
Langue
Allemand
Éditeur
S. Fischer
Publié
1999
Format
rigide
Pages
315
ISBN10
3100339029
ISBN13
9783100339027
Séries
Première publication
1998
Titre original
Now and Then
Évaluation
3,55 sur 5
Description
Joseph Heller präsentiert seine Autobiographie in einem unaufgeregten, manchmal lässigen Ton und erzählt von seiner Kindheit und Jugend auf Coney Island, seiner Studienzeit nach dem Krieg und seinem Werdegang als Autor. Die Erzählung folgt eher einem assoziativen als einem strengen chronologischen Verlauf. Besonders eindrücklich zeigt Heller, wie selektiv und parteiisch Erinnerungen sein können. So erwähnt er beispielsweise seine Zeit als Pilot im Zweiten Weltkrieg nur am Rande, obwohl dieses Erlebnis ihn stark geprägt haben muss. Auch die schwere Nervenerkrankung, die ihn 1981 fast vollständig lähmte, wird nur beiläufig angesprochen. Es scheint, als wolle Heller sich nicht auf die großen Ereignisse seines Lebens konzentrieren, sondern eher auf die farbenfrohen, detailreichen Aspekte. Seine Erinnerungen enden, wo sie begonnen haben – auf Coney Island, dem einstigen Vergnügungsviertel New Yorks. Doch die glitzernde Welt seiner Kindheit ist verschwunden, die Freunde haben sich zerstreut, und die nostalgischen Traditionen sind neuen Moden gewichen. Heller selbst ist zu einem literarischen Denkmal geworden. Umso sympathischer ist sein gelassener und heiterer Umgang mit der Erinnerung, der ohne Selbstinszenierung oder Eigenlob auskommt.