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Egon Eiermann: Versandhaus Neckermann 1958-60

Architektur der Arbeit im Zeichen einer Demokratisierung des Konsums

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Durch die Insolvenz des traditionsreichen Versandunternehmens Neckermann rückt der Großbau der Versandhauszentrale seit 2012 wieder in den Blick des öffentlichen Interesses. Obwohl das Gebäude hinter den bekannteren Werken des Architekten Egon Eiermann verblasst ist, erregte es bei seiner Fertigstellung 1960 als einer der ersten bundesrepublikanischen Nachkriegsbauten große internationale Aufmerksamkeit. Die vorliegende Gebäudemonografie arbeitet die ursprünglichen architektonischen Qualitäten des inzwischen veränderten Bauwerks detailliert heraus. Als Kulturdenkmal erfährt der Bau eine differenziertere Bewertung als 1986, dem Jahr seiner Unterschutzstellung. Das Gebäude manifestiert den Arbeitsbegriff der jungen Bundesrepublik, in dem Verwaltungsangestellte und Versandarbeiter unter einem Dach zusammenarbeiten. Hochkomplexe Informations- und Logistikprozesse werden erstmals von einer transistorbasierten Großrechnenanlage bewältigt, die alle Arbeitsbereiche vernetzt. Damit markiert der Bau den Beginn der Computerisierung im industriellen Prozess. Er steht symbolisch für das Schlagwort der Erhard'schen Wirtschaftswunderjahre, das Wohlstand für alle versprach. Ziel war es, eine Demokratisierung des Konsums zu erreichen. Im Zentrum der nüchternen Klarheit und disziplinierten Strenge dieses gewaltigen Bauwerks steht der Mensch mit seinen elementarsten Bedürfnissen. Das Frankfurter Versandhaus ist somit ein bedeutendes Zeitdokume

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Egon Eiermann: Versandhaus Neckermann 1958-60, Ard Christian Bosenius

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2020
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