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Illustrierte Geschichte der westlichen Philosophie - Studienausgabe

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Spinozas Gottesbeweis hat nur wenige überzeugt, doch viele erkennen in der Natur ein einheitliches System, in dem alles determiniert ist. „In der Natur der Dinge gibt es nichts Zufälliges, sondern alles ist kraft der Notwendigkeit der göttlichen Natur bestimmt.“ Gott ist nach Spinoza frei, nicht durch freien Willen, sondern weil er nur aufgrund seiner eigenen Natur existiert. Seine Geschöpfe sind als Modi von ihm bestimmt, während Menschen Freiheitsgrade besitzen. Die letzten beiden Bücher der Ethik thematisieren „menschliche Knechtschaft“ und „menschliche Freiheit“. Unfrei sind wir, wenn wir von äußeren Ursachen bestimmt werden, etwa durch unsere Affekte; frei sind wir, wenn wir unseren Verstand gebrauchen. Oft glauben Menschen, freie Entscheidungen zu treffen, was jedoch eine Illusion ist, die aus Unwissenheit resultiert. Wahre Befreiung liegt in der Erkenntnis der verborgenen Ursachen. Alles strebt nach Fortbestand, was beim Menschen als „Begierde“ bewusst wird. Lust und Schmerz reflektieren Übergänge in der Vollkommenheit von Geist und Körper. Es ist wichtig, zwischen aktiven und passiven Entscheidungen zu unterscheiden. Aktive Empfindungen resultieren aus der Erkenntnis der menschlichen Stellung in der Welt. Zur Befreiung müssen passive Empfindungen durch aktive wie Mut ersetzt werden. Der Schlüssel zum moralischen Fortschritt ist die Erkenntnis der Notwendigkeit, die auch die Liebe zu Gott fördert. „Wer sich und seine Af

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Illustrierte Geschichte der westlichen Philosophie - Studienausgabe, Anthony Kenny

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Année de publication
1998
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(rigide)
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Langue
Allemand
Éditeur
Campus-Verl.
Publié
1998
Format
rigide
Pages
431
ISBN10
3593360047
ISBN13
9783593360041
Séries
Évaluation
3,7 sur 5
Description
Spinozas Gottesbeweis hat nur wenige überzeugt, doch viele erkennen in der Natur ein einheitliches System, in dem alles determiniert ist. „In der Natur der Dinge gibt es nichts Zufälliges, sondern alles ist kraft der Notwendigkeit der göttlichen Natur bestimmt.“ Gott ist nach Spinoza frei, nicht durch freien Willen, sondern weil er nur aufgrund seiner eigenen Natur existiert. Seine Geschöpfe sind als Modi von ihm bestimmt, während Menschen Freiheitsgrade besitzen. Die letzten beiden Bücher der Ethik thematisieren „menschliche Knechtschaft“ und „menschliche Freiheit“. Unfrei sind wir, wenn wir von äußeren Ursachen bestimmt werden, etwa durch unsere Affekte; frei sind wir, wenn wir unseren Verstand gebrauchen. Oft glauben Menschen, freie Entscheidungen zu treffen, was jedoch eine Illusion ist, die aus Unwissenheit resultiert. Wahre Befreiung liegt in der Erkenntnis der verborgenen Ursachen. Alles strebt nach Fortbestand, was beim Menschen als „Begierde“ bewusst wird. Lust und Schmerz reflektieren Übergänge in der Vollkommenheit von Geist und Körper. Es ist wichtig, zwischen aktiven und passiven Entscheidungen zu unterscheiden. Aktive Empfindungen resultieren aus der Erkenntnis der menschlichen Stellung in der Welt. Zur Befreiung müssen passive Empfindungen durch aktive wie Mut ersetzt werden. Der Schlüssel zum moralischen Fortschritt ist die Erkenntnis der Notwendigkeit, die auch die Liebe zu Gott fördert. „Wer sich und seine Af