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Europäische Nacht / Evropejskaja Noc

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Dieser Dichter, der größte unserer Zeit, ein literarischer Nachfahre Puškins in der Linie Tjutčevs, wird der Stolz der russischen Dichtung bleiben … In der Sowjetunion als »dekadenter Nihilist« verfemt, ging Chodasevič auch in der Emigration mit seiner unsentimentalen, formvollendeten Gedankenlyrik und seiner kompromisslosen Literaturkritik eigene Wege. Diese Ausgabe vermittelt einen Querschnitt durch sein Schaffen. Einen Schwerpunkt bilden Exilgedichte aus Die schwere Leier (1922) und Europäische Nacht (1927). Chodasevičs Darstellung von Berlin als dynamische und dämonische »Stiefmutter der russischen Städte« leistet einen wenig bekannten Beitrag zur Poetik eines Brennpunkts der urbanen Moderne. Die Texte aus der nächsten Exilstation – Paris – zeugen von einer mit scharfer (Selbst-)Beobachtung gepaarten abgrundtiefen Skepsis und Desillusion. Seine Lyrik wird so zur Beschwörung einer »Europäischen Nacht«, »wo alles – Bitterkeit, Wut, Engel, das Klaffen der Vokale – echt, einzigartig« ist. Diese Nachdichtung versucht, unter Beibehaltung von Versmaß und Reim, die formale Präzision und kühle Prägnanz von Chodasevičs Gedankenlyrik zu vermitteln.

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Europäische Nacht / Evropejskaja Noc, Wladislaw Chodassjewitsch

Langue
Année de publication
2013
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Titre
Europäische Nacht / Evropejskaja Noc
Langue
Allemand, Russe
Éditeur
Arco
Publié
2013
Format
rigide
Pages
224
ISBN10
393837554X
ISBN13
9783938375549
Séries
Mots clés
Fiction, Poésie
Évaluation
3,65 sur 5
Description
Dieser Dichter, der größte unserer Zeit, ein literarischer Nachfahre Puškins in der Linie Tjutčevs, wird der Stolz der russischen Dichtung bleiben … In der Sowjetunion als »dekadenter Nihilist« verfemt, ging Chodasevič auch in der Emigration mit seiner unsentimentalen, formvollendeten Gedankenlyrik und seiner kompromisslosen Literaturkritik eigene Wege. Diese Ausgabe vermittelt einen Querschnitt durch sein Schaffen. Einen Schwerpunkt bilden Exilgedichte aus Die schwere Leier (1922) und Europäische Nacht (1927). Chodasevičs Darstellung von Berlin als dynamische und dämonische »Stiefmutter der russischen Städte« leistet einen wenig bekannten Beitrag zur Poetik eines Brennpunkts der urbanen Moderne. Die Texte aus der nächsten Exilstation – Paris – zeugen von einer mit scharfer (Selbst-)Beobachtung gepaarten abgrundtiefen Skepsis und Desillusion. Seine Lyrik wird so zur Beschwörung einer »Europäischen Nacht«, »wo alles – Bitterkeit, Wut, Engel, das Klaffen der Vokale – echt, einzigartig« ist. Diese Nachdichtung versucht, unter Beibehaltung von Versmaß und Reim, die formale Präzision und kühle Prägnanz von Chodasevičs Gedankenlyrik zu vermitteln.