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Die Hochsee der Ilse Aichinger

Ein unglaubwürdiger Reiseführer zum 100. Geburtstag

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n einer Erinnerung beschreibt Aichinger den dunkelblauen Matrosenmantel ihrer Schuluniform von Ende der 1930er Jahre: »Unverständlich war (...), daß mir das Verschwinden in dem schweren schönen Mantel leichter möglich schien. Ihm und seinen sechs glänzenden Knöpfen verdanke ich sicher auch die frühe Neigung zur Seefahrt, zum Atlantik und anderen nördlichen Meeren.« Wie ein roter Faden zieht sich die Hochsee durch Ilse Aichingers Werk, stellt Spielraum der Sprache und imaginierte Reisefreiheit in erschütternde Nähe zur drohenden Vernichtung durch die Nationalsozialisten. Begleitend zu einer Ausstellung im Literarischen Colloquium Berlin haben die Kuratorinnen Fundstücke aus dem Nachlass versammelt und 10 Dichter*innen gebeten, mit diesen Gegenständen Zwiesprache zu halten: mit Manuskripten und Typoskripten, mit Zetteln, die durch die Schrift vor dem Verschwinden gerettet wurden, aber auch Objekten wie Schallplatte, Kinokarte und einem Geduldsspiel, das auf der Überfahrt nach Amerika erworben wurde.

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Die Hochsee der Ilse Aichinger, Marie-Luise Knott

Langue
Année de publication
2021
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Titre
Die Hochsee der Ilse Aichinger
Sous-titre
Ein unglaubwürdiger Reiseführer zum 100. Geburtstag
Langue
Allemand
Éditeur
Wunderhorn
Publié
2021
Format
souple
Pages
60
ISBN10
3884236563
ISBN13
9783884236567
Séries
Mots clés
Fiction, Poésie
Évaluation
3 sur 5
Description
n einer Erinnerung beschreibt Aichinger den dunkelblauen Matrosenmantel ihrer Schuluniform von Ende der 1930er Jahre: »Unverständlich war (...), daß mir das Verschwinden in dem schweren schönen Mantel leichter möglich schien. Ihm und seinen sechs glänzenden Knöpfen verdanke ich sicher auch die frühe Neigung zur Seefahrt, zum Atlantik und anderen nördlichen Meeren.« Wie ein roter Faden zieht sich die Hochsee durch Ilse Aichingers Werk, stellt Spielraum der Sprache und imaginierte Reisefreiheit in erschütternde Nähe zur drohenden Vernichtung durch die Nationalsozialisten. Begleitend zu einer Ausstellung im Literarischen Colloquium Berlin haben die Kuratorinnen Fundstücke aus dem Nachlass versammelt und 10 Dichter*innen gebeten, mit diesen Gegenständen Zwiesprache zu halten: mit Manuskripten und Typoskripten, mit Zetteln, die durch die Schrift vor dem Verschwinden gerettet wurden, aber auch Objekten wie Schallplatte, Kinokarte und einem Geduldsspiel, das auf der Überfahrt nach Amerika erworben wurde.