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Grenze und ungleiche regionale Entwicklung

Binnenmarkt und Migration in der Habsburgermonarchie

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Der vorliegende Text untersucht die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Habsburgermonarchie im 18. und 19. Jahrhundert bis zu ihrem Zusammenbruch im Ersten Weltkrieg. Die Fragen und Antworten sind in Bezug auf die Integrationsbestrebungen der Europäischen Union überraschend aktuell. Das habsburgische Vielvölkerreich wird als Beispiel für einen Staatswerdungsprozess mit einem einheitlichen Binnenmarkt und einer modernen Verwaltung dargestellt, die die adelige Grundherrschaft ablöste. Wichtige Aspekte sind der Aufbau einer kontrollierten Außengrenze, der Abbau alter Binnenzölle und die Schaffung neuer politischer Regionen. Im Gegensatz zu westeuropäischen Staaten, die die Nation als Einigungsmittel nutzten, hielt die Dynastie der Donaumonarchie verschiedene Nationalitäten, Religionen und Kulturen zusammen. Die Studie beleuchtet Mechanismen von Ein- und Ausschluss sowie Integration und Desintegration, die an inneren Grenzen wirksam wurden. Regionale Mikrostudien zu ökonomischen Disparitäten und Migrationsmustern, insbesondere in den österreichischen und böhmischen Ländern, verdeutlichen die Herausforderungen. Die Mehrheit der Zuwanderer in den Großraum Wien rekrutierte sich im 19. Jahrhundert, wobei wirtschaftliche Anforderungen und der Wunsch der ländlichen Bevölkerung, in der Heimat zu bleiben, eine Rolle spielten. Das wirtschaftliche Abschneiden der Habsburgermonarchie war von regionalen Disparitäten geprägt, die letzt

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Grenze und ungleiche regionale Entwicklung, Andrea Komlosy

Langue
Année de publication
2003
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Titre
Grenze und ungleiche regionale Entwicklung
Sous-titre
Binnenmarkt und Migration in der Habsburgermonarchie
Langue
Allemand
Éditeur
Promedia
Publié
2003
Format
souple
Pages
510
ISBN10
3853712010
ISBN13
9783853712016
Séries
Description
Der vorliegende Text untersucht die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Habsburgermonarchie im 18. und 19. Jahrhundert bis zu ihrem Zusammenbruch im Ersten Weltkrieg. Die Fragen und Antworten sind in Bezug auf die Integrationsbestrebungen der Europäischen Union überraschend aktuell. Das habsburgische Vielvölkerreich wird als Beispiel für einen Staatswerdungsprozess mit einem einheitlichen Binnenmarkt und einer modernen Verwaltung dargestellt, die die adelige Grundherrschaft ablöste. Wichtige Aspekte sind der Aufbau einer kontrollierten Außengrenze, der Abbau alter Binnenzölle und die Schaffung neuer politischer Regionen. Im Gegensatz zu westeuropäischen Staaten, die die Nation als Einigungsmittel nutzten, hielt die Dynastie der Donaumonarchie verschiedene Nationalitäten, Religionen und Kulturen zusammen. Die Studie beleuchtet Mechanismen von Ein- und Ausschluss sowie Integration und Desintegration, die an inneren Grenzen wirksam wurden. Regionale Mikrostudien zu ökonomischen Disparitäten und Migrationsmustern, insbesondere in den österreichischen und böhmischen Ländern, verdeutlichen die Herausforderungen. Die Mehrheit der Zuwanderer in den Großraum Wien rekrutierte sich im 19. Jahrhundert, wobei wirtschaftliche Anforderungen und der Wunsch der ländlichen Bevölkerung, in der Heimat zu bleiben, eine Rolle spielten. Das wirtschaftliche Abschneiden der Habsburgermonarchie war von regionalen Disparitäten geprägt, die letzt