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"Landschaft aus Schreien"

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Die versammelten Beiträge stammen von einem Symposium über Theodizee, das 1994 in Aachen stattfand. Dort wurde die drängende Frage erörtert, wie man von Gott, Schöpfung und Erlösung angesichts tiefen Leidens in der Welt sprechen kann und wie aus dem Gedächtnis dieses Leidens eine menschlichere Zukunft erwachsen kann. Thematisch überarbeitet und inhaltlich erweitert, steht der Band unter dem Ausdruck von Nelly Sachs "Landschaft aus Schreien". Diese christliche Bezugnahme auf die jüdische Dichterin soll nicht die Holocaust-Erfahrungen ihres Volkes monetarisieren. Das christliche Gedächtnis an Auschwitz ist kein Versuch, der Geschichte des Leidens nachträglich einen theologischen Sinn zu geben oder sich mit ihr zu versöhnen; vielmehr ist es eine Kritik an der idealistischen Widerstandskraft gegenüber der Erschütterung durch solch eine Katastrophe und der Geschichte des Leidens insgesamt. Es fordert das Christentum heraus, gemeinsam mit Nelly Sachs die Theodizee-Frage neu zu stellen, für die es keine einfache "Lösung" gibt. Vielmehr sucht das Christentum eine Sprache, um die Frage nach Gott, die oft durch optimistischen oder apathischen Schweigen verdeckt wurde, dem Vergessen zu entreißen.

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"Landschaft aus Schreien", Baptist Johann Metz

Langue
Année de publication
1995
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Titre
"Landschaft aus Schreien"
Langue
Allemand
Publié
1995
Format
souple
Pages
143
ISBN10
3786718903
ISBN13
9783786718901
Séries
Description
Die versammelten Beiträge stammen von einem Symposium über Theodizee, das 1994 in Aachen stattfand. Dort wurde die drängende Frage erörtert, wie man von Gott, Schöpfung und Erlösung angesichts tiefen Leidens in der Welt sprechen kann und wie aus dem Gedächtnis dieses Leidens eine menschlichere Zukunft erwachsen kann. Thematisch überarbeitet und inhaltlich erweitert, steht der Band unter dem Ausdruck von Nelly Sachs "Landschaft aus Schreien". Diese christliche Bezugnahme auf die jüdische Dichterin soll nicht die Holocaust-Erfahrungen ihres Volkes monetarisieren. Das christliche Gedächtnis an Auschwitz ist kein Versuch, der Geschichte des Leidens nachträglich einen theologischen Sinn zu geben oder sich mit ihr zu versöhnen; vielmehr ist es eine Kritik an der idealistischen Widerstandskraft gegenüber der Erschütterung durch solch eine Katastrophe und der Geschichte des Leidens insgesamt. Es fordert das Christentum heraus, gemeinsam mit Nelly Sachs die Theodizee-Frage neu zu stellen, für die es keine einfache "Lösung" gibt. Vielmehr sucht das Christentum eine Sprache, um die Frage nach Gott, die oft durch optimistischen oder apathischen Schweigen verdeckt wurde, dem Vergessen zu entreißen.