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Du bist nicht allein

Gedichte

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Aref Hamzas Sprache wirkt klar und einfach, überrascht jedoch immer wieder mit unerwarteten Wendungen, die ein dunkles Schelmentum offenbaren. Trotz des starken Bezuges zur aktuellen Situation – dem Krieg in Syrien, Flucht und Exil – entstehen poetische Bilder, treffende Überzeichnungen und schockierende Einsichten. Sein Material sind die Bitterkeit und Unerträglichkeit des Krieges: der Abschied von einer geordneten Welt, die Zerstörung von Körpern und Seelen sowie die Verformung von Dingen und Bedeutungen. Wie ein Kaleidoskop eröffnen seine Gedichte einen vielschichtigen Blick auf die Spiegelungen dieser Trümmer im Ich. Die blitzartigen Bilder sind von Innerlichkeit geprägt. Extreme Nahaufnahmen kleiner Ereignisse oder alltäglicher Dinge – eine Hand, ein Blick in eine Schublade – verleihen den Texten trotz ihrer Kürze eine gespenstische Langsamkeit. Dies gilt besonders für die später entstandenen Gedichte, in denen er sich mit der Flüchtlingssituation, dem Verlust der Sprache, Einsamkeit und einer ihm zunächst unbekannten Welt auseinandersetzt. Hier tastet er seine Umgebung nach Bildern ab, die seiner eigenen Leere und Verlorenheit im fremden Land entsprechen. Hamza gewährt mit seinen Gedichten tiefere Einblicke in das Schicksal derjenigen, die von Gewalt und Elend in eine neue, unbekannte Welt vertrieben wurden.

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Du bist nicht allein, Aref Hamza

Langue
Année de publication
2018
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Titre
Du bist nicht allein
Sous-titre
Gedichte
Langue
Allemand
Auteurs
Aref Hamza
Éditeur
Secession
Publié
2018
Format
rigide
Pages
320
ISBN10
3906910407
ISBN13
9783906910406
Séries
Mots clés
Fiction, Poésie
Évaluation
4 sur 5
Description
Aref Hamzas Sprache wirkt klar und einfach, überrascht jedoch immer wieder mit unerwarteten Wendungen, die ein dunkles Schelmentum offenbaren. Trotz des starken Bezuges zur aktuellen Situation – dem Krieg in Syrien, Flucht und Exil – entstehen poetische Bilder, treffende Überzeichnungen und schockierende Einsichten. Sein Material sind die Bitterkeit und Unerträglichkeit des Krieges: der Abschied von einer geordneten Welt, die Zerstörung von Körpern und Seelen sowie die Verformung von Dingen und Bedeutungen. Wie ein Kaleidoskop eröffnen seine Gedichte einen vielschichtigen Blick auf die Spiegelungen dieser Trümmer im Ich. Die blitzartigen Bilder sind von Innerlichkeit geprägt. Extreme Nahaufnahmen kleiner Ereignisse oder alltäglicher Dinge – eine Hand, ein Blick in eine Schublade – verleihen den Texten trotz ihrer Kürze eine gespenstische Langsamkeit. Dies gilt besonders für die später entstandenen Gedichte, in denen er sich mit der Flüchtlingssituation, dem Verlust der Sprache, Einsamkeit und einer ihm zunächst unbekannten Welt auseinandersetzt. Hier tastet er seine Umgebung nach Bildern ab, die seiner eigenen Leere und Verlorenheit im fremden Land entsprechen. Hamza gewährt mit seinen Gedichten tiefere Einblicke in das Schicksal derjenigen, die von Gewalt und Elend in eine neue, unbekannte Welt vertrieben wurden.