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In einer Kirche hast du nichts verloren

Erzählungen aus Kolumbien

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Aus Kolumbien, einem Land mit einer langen Geschichte der Gewalt, stammen diese zarten, filigranartigen Kurzgeschichten. Esther Fleisacher, eine jüdische Autorin, die sich von ihrem Glauben losgesagt hat, thematisiert in ihren Texten dennoch immer wieder jüdische Motive. Ihre Protagonistinnen sind fast ausschließlich Frauen, was jedoch nicht in feministische Literatur mündet. Fleisacher hat eine Vorliebe für Friedhöfe, nicht aus morbidem Interesse, sondern um „ein Band mit dem Leben zu knüpfen“. Ihre Themen sind tiefgründig, geprägt von ihrem Beruf als Psychoanalytikerin, der ihr Verständnis für die menschliche Seele verleiht. Viele Geschichten beleuchten familiäre Dramen, die für Außenstehende verborgen bleiben, jedoch für die Betroffenen von zentraler Bedeutung sind: etwa das verzweifelte Streben einer Mutter, ihren in der Ferne begrabenen Sohn zurückzuholen, oder die Herausforderungen einer nicht-jüdischen Ehefrau, sich in einer sich abkapselnden jüdischen Gemeinschaft zurechtzufinden. Ein roter Faden in Fleisachers Werk ist die jüdische Diaspora, der Verlust der alten Heimat und der Neuanfang in der Fremde, ein Thema, das in Zeiten globaler Migration universell relevant ist. Mit zwei einfühlsamen Erzählungen gelingt es der Autorin, Brücken zwischen verschiedenen Religionen zu schlagen.

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In einer Kirche hast du nichts verloren, Esther Fleisacher

Langue
Année de publication
2017
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Titre
In einer Kirche hast du nichts verloren
Sous-titre
Erzählungen aus Kolumbien
Langue
Allemand
Éditeur
edition 8
Publié
2017
Format
rigide
ISBN10
3859903179
ISBN13
9783859903173
Séries
Description
Aus Kolumbien, einem Land mit einer langen Geschichte der Gewalt, stammen diese zarten, filigranartigen Kurzgeschichten. Esther Fleisacher, eine jüdische Autorin, die sich von ihrem Glauben losgesagt hat, thematisiert in ihren Texten dennoch immer wieder jüdische Motive. Ihre Protagonistinnen sind fast ausschließlich Frauen, was jedoch nicht in feministische Literatur mündet. Fleisacher hat eine Vorliebe für Friedhöfe, nicht aus morbidem Interesse, sondern um „ein Band mit dem Leben zu knüpfen“. Ihre Themen sind tiefgründig, geprägt von ihrem Beruf als Psychoanalytikerin, der ihr Verständnis für die menschliche Seele verleiht. Viele Geschichten beleuchten familiäre Dramen, die für Außenstehende verborgen bleiben, jedoch für die Betroffenen von zentraler Bedeutung sind: etwa das verzweifelte Streben einer Mutter, ihren in der Ferne begrabenen Sohn zurückzuholen, oder die Herausforderungen einer nicht-jüdischen Ehefrau, sich in einer sich abkapselnden jüdischen Gemeinschaft zurechtzufinden. Ein roter Faden in Fleisachers Werk ist die jüdische Diaspora, der Verlust der alten Heimat und der Neuanfang in der Fremde, ein Thema, das in Zeiten globaler Migration universell relevant ist. Mit zwei einfühlsamen Erzählungen gelingt es der Autorin, Brücken zwischen verschiedenen Religionen zu schlagen.