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Lübeck hat eine lange Werftentradition, die bis in die Zeit der Hanse zurückreicht. Die „Lastadie“ an der Trave war bis ins 19. Jahrhundert ein zentraler Ort für den Schiffbau, wo zahlreiche Handels- und Transportschiffe, darunter die „Adler von Lübeck“ und das erste Lübecker Dampfschiff, die GAUTHIOD, entstanden. Mit der Industrialisierung ab 1870 wandelte sich Lübeck von einer Handelsstadt zu einem bedeutenden Standort für die Werftindustrie. Unternehmen wie die 1873 gegründete Lübecker Maschinenbau-Gesellschaft trugen zu diesem Wandel bei und schufen eine starke Industriearbeiterschaft, die für den Erfolg der Betriebe entscheidend war. Die Brückenbau AG Flender, gegründet 1917, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eines der größten Schiffbauunternehmen Deutschlands, mit bekannten Schiffen wie der NILS HOLGERSSON und der Reparatur der PASSAT. Der Schließung der letzten Großwerft 2002 war ein herber Verlust für Lübeck. Der Autor beleuchtet die Werftentradition und die Geschichte der Familie Flender mit großem Engagement. Besonders hervorzuheben ist die Errichtung eines Werftendenkmals an der Priwallpromenade im September 2022, das in Zusammenarbeit mit Schülern des Trave-Gymnasiums entworfen wurde, um die jüngere Generation in die Erinnerung einzubeziehen.
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Flender 1901 bis 2002, Heinz Haaker
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- 2023
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