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Vom Ende des Gemeinwohls

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Weltweit sind Populisten auf dem Vormarsch, und die Bedeutung des Gemeinwohls hat in den letzten Jahren stark abgenommen. Die Demokratien stehen vor Herausforderungen, während wir eine populistische Revolte beobachten. Ereignisse wie die Wahl Trumps, der Brexit und der Aufstieg der AfD sind Reaktionen auf die wachsende Ungleichheit in der Gesellschaft. Michael J. Sandel sieht die Wurzel dieses Problems in der Tyrannei der Leistungsgesellschaft. Die verbreitete Überzeugung, dass „Wer hart arbeitet, kann alles erreichen“, führt dazu, dass Erfolg als individuelles Verdienst angesehen wird. Diejenigen, die erfolgreich sind, glauben, ihren Erfolg verdient zu haben, während die, die scheitern, oft als selbst schuld angesehen werden. Diese Haltung verstärkt die Hybris der Gewinner und die Demütigung der Verlierer, was den populistischen Protest nährt. Der Unmut gegen die Eliten ist eine Kritik an der Leistungsgesellschaft, die seit Jahrzehnten zunehmende Ungleichheit fördert. Gewinner und Verlierer entfernen sich sozial und finanziell immer weiter voneinander. Anstatt an einer trennenden Ethik des Erfolgs festzuhalten, sollten wir eine Politik des Gemeinwohls und der Gerechtigkeit entwickeln, die allen zugutekommt. Sandel fordert dazu auf, die Würde der Arbeit zu erneuern und deren Beitrag zum Gemeinwohl anzuerkennen.

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Vom Ende des Gemeinwohls, Michael J. Sandel

Langue
Année de publication
2020
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4,2
Très bien
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Titre
Vom Ende des Gemeinwohls
Langue
Allemand
Éditeur
S. Fischer
Publié
2020
Format
rigide
ISBN10
3103900007
ISBN13
9783103900002
Séries
Évaluation
4,2 sur 5
Description
Weltweit sind Populisten auf dem Vormarsch, und die Bedeutung des Gemeinwohls hat in den letzten Jahren stark abgenommen. Die Demokratien stehen vor Herausforderungen, während wir eine populistische Revolte beobachten. Ereignisse wie die Wahl Trumps, der Brexit und der Aufstieg der AfD sind Reaktionen auf die wachsende Ungleichheit in der Gesellschaft. Michael J. Sandel sieht die Wurzel dieses Problems in der Tyrannei der Leistungsgesellschaft. Die verbreitete Überzeugung, dass „Wer hart arbeitet, kann alles erreichen“, führt dazu, dass Erfolg als individuelles Verdienst angesehen wird. Diejenigen, die erfolgreich sind, glauben, ihren Erfolg verdient zu haben, während die, die scheitern, oft als selbst schuld angesehen werden. Diese Haltung verstärkt die Hybris der Gewinner und die Demütigung der Verlierer, was den populistischen Protest nährt. Der Unmut gegen die Eliten ist eine Kritik an der Leistungsgesellschaft, die seit Jahrzehnten zunehmende Ungleichheit fördert. Gewinner und Verlierer entfernen sich sozial und finanziell immer weiter voneinander. Anstatt an einer trennenden Ethik des Erfolgs festzuhalten, sollten wir eine Politik des Gemeinwohls und der Gerechtigkeit entwickeln, die allen zugutekommt. Sandel fordert dazu auf, die Würde der Arbeit zu erneuern und deren Beitrag zum Gemeinwohl anzuerkennen.