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Midlife-Crisis

Von den feministischen Ursprüngen eines Männer-Klischees

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Eine Neuerzählung der Lebensmitte beleuchtet das stereotype Bild des Mannes in der Midlife-Crisis, der sein Leben hinter sich lässt und mit einer neuen Freundin davonfährt. Doch diese Vorstellung ist nicht das einzige Narrativ. Der Begriff Midlife-Crisis hat feministische Wurzeln und wurde von der Journalistin Gail Sheehy in ihrem Bestseller Passages (1976) geprägt, um die Unzufriedenheit von Frauen mit traditionellen Rollen zu benennen. Die Midlife-Crisis als Neuanfang für Frauen, verbunden mit dem Aufbegehren gegen Geschlechterrollen, wurde in den 1970er- und 1980er-Jahren ein Konzept der Frauenbewegung. Im Laufe der Zeit wurde der Begriff jedoch von konservativen Psychologen und Experten umgedeutet und als männliches Phänomen interpretiert, das mit dem Ausstieg von Männern aus dem Familienleben assoziiert wird. Diese Umdeutung brachte anti-feministische Implikationen mit sich. Susanne Schmidt erzählt die fesselnde Geschichte dieser patriarchalen Aneignung eines ursprünglich feministischen Konzepts und regt zur Rückbesinnung auf das emanzipatorische Potenzial der Midlife-Crisis an.

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Midlife-Crisis, Susanne Schmidt-Wussow

Langue
Année de publication
2023
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Titre
Midlife-Crisis
Sous-titre
Von den feministischen Ursprüngen eines Männer-Klischees
Langue
Allemand
Éditeur
Goldmann
Publié
2023
Format
souple
Pages
336
ISBN10
3442317258
ISBN13
9783442317257
Séries
Mots clés
Nonfiction
Description
Eine Neuerzählung der Lebensmitte beleuchtet das stereotype Bild des Mannes in der Midlife-Crisis, der sein Leben hinter sich lässt und mit einer neuen Freundin davonfährt. Doch diese Vorstellung ist nicht das einzige Narrativ. Der Begriff Midlife-Crisis hat feministische Wurzeln und wurde von der Journalistin Gail Sheehy in ihrem Bestseller Passages (1976) geprägt, um die Unzufriedenheit von Frauen mit traditionellen Rollen zu benennen. Die Midlife-Crisis als Neuanfang für Frauen, verbunden mit dem Aufbegehren gegen Geschlechterrollen, wurde in den 1970er- und 1980er-Jahren ein Konzept der Frauenbewegung. Im Laufe der Zeit wurde der Begriff jedoch von konservativen Psychologen und Experten umgedeutet und als männliches Phänomen interpretiert, das mit dem Ausstieg von Männern aus dem Familienleben assoziiert wird. Diese Umdeutung brachte anti-feministische Implikationen mit sich. Susanne Schmidt erzählt die fesselnde Geschichte dieser patriarchalen Aneignung eines ursprünglich feministischen Konzepts und regt zur Rückbesinnung auf das emanzipatorische Potenzial der Midlife-Crisis an.