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Generalverdacht

Wie mit dem Mythos Clankriminalität Politik gemacht wird

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Die Debatte um Clankriminalität hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Ein wachsendes Gefüge aus polizeilichen Maßnahmen, Medienberichten und (pseudo-)wissenschaftlichen Beiträgen konstruiert eine vermeintliche Bedrohung, die mit drastischen Maßnahmen bekämpft werden soll. Dies führt zu Razzien, rassistischen Kontrollen und der Kriminalisierung von migrantischen Stadtteilen, die als Problembezirke gelten; oft genügt ein falscher Familienname, um auf polizeilichen Verdachtslisten zu landen. Politiker*innen in Berlin, Nordrhein-Westfalen und anderswo nutzen Null-Toleranz-Strategien gegen „kriminelle arabische Großfamilien“ und tragen somit Mitverantwortung für rassistische Morde, wie in Hanau. Während „Clankriminellen“ der Respekt vor dem Rechtsstaat abgesprochen wird, werden grundlegende Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit in der Bekämpfung dieser vermeintlichen Bedrohung verletzt. Das Buch bietet eine kritische Analyse der Clan-Debatte aus verschiedenen Perspektiven: Wer wird als Clan betrachtet? Welche Traditionen prägen die Kriminalisierungsstrategien im Kontext von Migration in Deutschland? Welche Stereotype sind in der Clan-Debatte präsent, und welche Auswirkungen hat die Stigmatisierung auf die betroffenen Menschen? Beiträge von verschiedenen Autor*innen beleuchten diese Fragen und bieten umfassende Einblicke in die Thematik.

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Generalverdacht, Mohammed Chahrour

Langue
Année de publication
2023
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Titre
Generalverdacht
Sous-titre
Wie mit dem Mythos Clankriminalität Politik gemacht wird
Langue
Allemand
Publié
2023
Format
souple
Pages
320
ISBN10
396054328X
ISBN13
9783960543282
Séries
Mots clés
Nonfiction
Évaluation
5 sur 5
Description
Die Debatte um Clankriminalität hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Ein wachsendes Gefüge aus polizeilichen Maßnahmen, Medienberichten und (pseudo-)wissenschaftlichen Beiträgen konstruiert eine vermeintliche Bedrohung, die mit drastischen Maßnahmen bekämpft werden soll. Dies führt zu Razzien, rassistischen Kontrollen und der Kriminalisierung von migrantischen Stadtteilen, die als Problembezirke gelten; oft genügt ein falscher Familienname, um auf polizeilichen Verdachtslisten zu landen. Politiker*innen in Berlin, Nordrhein-Westfalen und anderswo nutzen Null-Toleranz-Strategien gegen „kriminelle arabische Großfamilien“ und tragen somit Mitverantwortung für rassistische Morde, wie in Hanau. Während „Clankriminellen“ der Respekt vor dem Rechtsstaat abgesprochen wird, werden grundlegende Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit in der Bekämpfung dieser vermeintlichen Bedrohung verletzt. Das Buch bietet eine kritische Analyse der Clan-Debatte aus verschiedenen Perspektiven: Wer wird als Clan betrachtet? Welche Traditionen prägen die Kriminalisierungsstrategien im Kontext von Migration in Deutschland? Welche Stereotype sind in der Clan-Debatte präsent, und welche Auswirkungen hat die Stigmatisierung auf die betroffenen Menschen? Beiträge von verschiedenen Autor*innen beleuchten diese Fragen und bieten umfassende Einblicke in die Thematik.