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Das Ende der Notstandsethik

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Im Mittelpunkt des Buches steht die Zukunft der Ethik, wobei nicht die Rolle der ethischen Theoriebildung im Kontext zukünftiger Entwicklungen behandelt wird, sondern eine phänomenologisch orientierte Untersuchung der Fähigkeit der Ethik, sich der Offenheit des Künftigen zu widmen. Der Ausgangspunkt ist Hans Jonas’ „Das Prinzip Verantwortung“, das den Zustand der Ethik im späten 20. Jahrhundert im Kontext einer technisierten und ökonomisierten Gesellschaft analysiert. Jonas bezeichnet seinen Ansatz als „Notstandsethik“ und argumentiert, dass die Notwendigkeit einer solchen Ethik aus einem neuen, sinnstiftenden Bewegungsgesetz resultiert, das in seiner Art und Größe beispiellos ist. Diese Notstandsethik stellt einen Bruch in der Tradition des Denkens dar und versucht, den durch technologische und ökonomische Entwicklungen entstehenden Gefahren in Form systemischer Imperative entgegenzuwirken, ohne die eigene Zukunftsfähigkeit zu thematisieren. Dort, wo die traditionelle Ethik den aktuellen Erfahrungen nicht mehr gerecht wird und, wie Jonas sagt, „Niemandsland“ betritt, wird die Frage nach der Zukunft der Ethik erneut relevant.

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Das Ende der Notstandsethik, Ralf Lüfter

Langue
Année de publication
2023
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Titre
Das Ende der Notstandsethik
Langue
Allemand
Publié
2023
ISBN10
3826076176
ISBN13
9783826076176
Séries
Description
Im Mittelpunkt des Buches steht die Zukunft der Ethik, wobei nicht die Rolle der ethischen Theoriebildung im Kontext zukünftiger Entwicklungen behandelt wird, sondern eine phänomenologisch orientierte Untersuchung der Fähigkeit der Ethik, sich der Offenheit des Künftigen zu widmen. Der Ausgangspunkt ist Hans Jonas’ „Das Prinzip Verantwortung“, das den Zustand der Ethik im späten 20. Jahrhundert im Kontext einer technisierten und ökonomisierten Gesellschaft analysiert. Jonas bezeichnet seinen Ansatz als „Notstandsethik“ und argumentiert, dass die Notwendigkeit einer solchen Ethik aus einem neuen, sinnstiftenden Bewegungsgesetz resultiert, das in seiner Art und Größe beispiellos ist. Diese Notstandsethik stellt einen Bruch in der Tradition des Denkens dar und versucht, den durch technologische und ökonomische Entwicklungen entstehenden Gefahren in Form systemischer Imperative entgegenzuwirken, ohne die eigene Zukunftsfähigkeit zu thematisieren. Dort, wo die traditionelle Ethik den aktuellen Erfahrungen nicht mehr gerecht wird und, wie Jonas sagt, „Niemandsland“ betritt, wird die Frage nach der Zukunft der Ethik erneut relevant.