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Messerscharf

Versuch, sich seinen Nazi-Vater von der Seele zu schreiben

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Hans Nolte schließt sich nach einem abgebrochenen Studium den Nationalsozialisten an und beginnt 1933 in Papenburg. Als HJ-Unterbannführer beteiligt er sich an der Gleichschaltung der katholisch-konservativen Ems-Zeitung, was ihm die Schriftleitung der Papenburger Zeitung und die Ernennung zum Kreis-Presseamtsleiter einbringt. Doch Ende 1933 wird er entlassen, da er an Alkohol gescheitert ist. Zur Bewährung wird er zum Reichsarbeitsdienst abgeschoben und steigt schnell zum Pressesprecher des Oldenburger Gau-Arbeitsführers auf. Weitere Stationen führen ihn zum Propagandaministerium und zu den Neuen Volksblättern in Osnabrück, wo er erneut entlassen wird. Nach seiner Heirat findet er 1939 als Schriftleiter der Celleschen Zeitung seine berufliche Heimat. Dort macht er alles richtig, wird Kreis-Presseamtsleiter und erfüllt sich 1942 den Traum, in die „Leibstandarte Adolf Hitler“ aufgenommen zu werden. In der SS bleibt ihm jedoch der Aufstieg verwehrt. In Gefangenschaft findet er Anerkennung bei anderen NS-Größen und schließt sich der nationalsozialistischen „Bruderschaft“ an. Nach seiner Freilassung bereitet er die Flucht Adolf Eichmanns nach Argentinien vor, unterbricht jedoch seine Untergrundarbeit, als er 1951 wieder als Journalist bei der „Celleschen“ anfangen kann. Als „Sportredakteur“ bleibt Nolte bis zu seinem Tod 1978 seinen Überzeugungen treu.

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Messerscharf, Hans-Hagen Nolte

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2018
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