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Die Ringe des Saturn

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Einer geht zu Fuß und wandert durch die Grafschaft Suffolk, eine spärlich besiedelte Region an der englischen Ostküste. Dort entdeckt er in Heidelandschaften und abgelegenen Küstenorten die ganze Welt. Er stößt auf Spuren vergangener Herrlichkeit und vergessener Schande: Scherben und Reliquien erinnern an die Tai-ping-Aufstände im 19. Jahrhundert, die Sklavenwirtschaft im belgischen Kongo, die Schrecken des Ersten Weltkriegs und die Bombenangriffe des Zweiten. Der Erzähler wird zum Grenzgänger zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Menschheits- und Naturgeschichte, Traum und Wirklichkeit. Er berichtet von Seeschlachten, Heringsschwärmen, Magnaten und Geheimwaffen, vom Aufstieg und Niedergang großer Reiche. Der geringfügige Rest am Wegrand wird zum Sprechen gebracht; jeder Stein erzählt von märchenhaften und unheimlichen Geschichten. Geister vergangener Bewohner wie Thomas Browne, Chateaubriand, Swinburne und Joseph Conrad begleiten ihn. Diese Wallfahrt ist ein einzigartiges Werk, das zwischen Bericht und Fiktion, Autobiographie und Geschichtsschreibung eine neue Form sucht. Sebalds sanft-böse Unheimlichkeit zieht den Leser in ihren Bann, und obwohl er nie eine Transzendenz beschwört, wird er zu einem metaphysical poet, der die Gräber unserer Geschichte anspricht.

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Die Ringe des Saturn, W. G. Sebald

Langue
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2008
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Langue
Allemand
Éditeur
Eichborn
Publié
2008
Format
souple
Pages
395
ISBN10
3821847662
ISBN13
9783821847665
Séries
Première publication
1995
Titre original
Die Ringe des Saturn
Évaluation
4,25 sur 5
Description
Einer geht zu Fuß und wandert durch die Grafschaft Suffolk, eine spärlich besiedelte Region an der englischen Ostküste. Dort entdeckt er in Heidelandschaften und abgelegenen Küstenorten die ganze Welt. Er stößt auf Spuren vergangener Herrlichkeit und vergessener Schande: Scherben und Reliquien erinnern an die Tai-ping-Aufstände im 19. Jahrhundert, die Sklavenwirtschaft im belgischen Kongo, die Schrecken des Ersten Weltkriegs und die Bombenangriffe des Zweiten. Der Erzähler wird zum Grenzgänger zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Menschheits- und Naturgeschichte, Traum und Wirklichkeit. Er berichtet von Seeschlachten, Heringsschwärmen, Magnaten und Geheimwaffen, vom Aufstieg und Niedergang großer Reiche. Der geringfügige Rest am Wegrand wird zum Sprechen gebracht; jeder Stein erzählt von märchenhaften und unheimlichen Geschichten. Geister vergangener Bewohner wie Thomas Browne, Chateaubriand, Swinburne und Joseph Conrad begleiten ihn. Diese Wallfahrt ist ein einzigartiges Werk, das zwischen Bericht und Fiktion, Autobiographie und Geschichtsschreibung eine neue Form sucht. Sebalds sanft-böse Unheimlichkeit zieht den Leser in ihren Bann, und obwohl er nie eine Transzendenz beschwört, wird er zu einem metaphysical poet, der die Gräber unserer Geschichte anspricht.