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In dieser Untersuchung wird das Unheimliche in E. T. A. Hoffmanns ‘Nachtstücken’ als tief in der hoffmannschen Poetik verankert betrachtet. Alle ‘Nachtstücke’ werden analysiert, um die konsequente Einheit des Zyklus zu zeigen. Hoffmann bietet in seinen Erzählungen reichhaltige poetologische Hinweise, oft in Form von Diskussionen fiktiver Freunde, die aufschlussreicher sind als die Theorien anderer Autoren. Die Analyse geht davon aus, dass die schauerliche Wirkung einer Erzählung allein durch den Text erzeugt wird. Der Fokus liegt auf den beiden am meisten vernachlässigten Novellen ‘Ignaz Denner’ und ‘Das Gelübde’, um zu ermitteln, wo das Unheimliche im Text manifest wird und welche sprachlichen Mittel entscheidend sind. Die ‘Nachtstücke’ enthalten grelle Schauerelemente wie Wahnsinn, Selbstmord, Totschlag und dunkle Schlösser. Ihre beängstigende Wirkung entsteht durch spezifische Erzähltechniken, die den Leser nahe an die Figuren bringen und durch Brüche und Mehrdeutigkeit Fragen offenlassen. Hoffmann inszeniert ein Verwirrspiel, das über die Themen und die Sprache wirkt und das Unheimliche zum Leben erweckt. Er wird zum Mechanicus und Automat-Fabrikant, dessen literarische Werke eine nachhaltigere Wirkung entfalten, als es ein echter Automat je könnte.
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Das Grauen im konstruierten Erzähltext, Thomas Meyer-Wieser
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- 2012
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