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Vom Wandervolk zur Grossmacht

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In kaum einer anderen Region führten die zwischen Antike und Mittelalter sich abspielenden Wanderungsbewegungen und politischen Umbrüche zu einem so deutlichen Strukturwandel wie auf dem Balkan. Unter den in den Balkanraum eindringenden Völkerschaften befanden sich auch mehrere, von den Zeitgenossen „Bulgaren“ genannte Gruppen. Ab dem Ende des 7. Jh. gelang es diesen, im Bereich der unteren Donau einen stabilen multiethnisch strukturierten Herrschaftsverband zu etablieren. Mitte des 9. Jh. beschleunigte sich der kontinuierliche Wandel von einem steppenvölkisch geprägten Verband zu einem komplex strukturierten Reich. Entscheidende Impulse erhielt dieser Prozess durch die Übernahme des Christentums in seiner byzantinischen Prägung. Bulgarien wurde zum Nährboden einer christlich-slawischen Kultur, die einen maßgeblichen Einfluss auf große Teile des mittelalterlichen Osteuropa ausübte. Das vorliegende Buch entwirft ein neues Bild der Genese des bulgarischen Reiches und leistet zugleich einen Beitrag zum Verständnis der historischen Wurzeln dieses im gegenwärtigen europäischen Integrationsprozess sich dynamisch verändernden Landes.

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Vom Wandervolk zur Grossmacht, Daniel Ziemann

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Année de publication
2007
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Titre
Vom Wandervolk zur Grossmacht
Langue
Allemand
Éditeur
Böhlau
Publié
2007
Format
rigide
Pages
544
ISBN10
3412091065
ISBN13
9783412091064
Séries
Mots clés
Nonfiction, Histoire
Description
In kaum einer anderen Region führten die zwischen Antike und Mittelalter sich abspielenden Wanderungsbewegungen und politischen Umbrüche zu einem so deutlichen Strukturwandel wie auf dem Balkan. Unter den in den Balkanraum eindringenden Völkerschaften befanden sich auch mehrere, von den Zeitgenossen „Bulgaren“ genannte Gruppen. Ab dem Ende des 7. Jh. gelang es diesen, im Bereich der unteren Donau einen stabilen multiethnisch strukturierten Herrschaftsverband zu etablieren. Mitte des 9. Jh. beschleunigte sich der kontinuierliche Wandel von einem steppenvölkisch geprägten Verband zu einem komplex strukturierten Reich. Entscheidende Impulse erhielt dieser Prozess durch die Übernahme des Christentums in seiner byzantinischen Prägung. Bulgarien wurde zum Nährboden einer christlich-slawischen Kultur, die einen maßgeblichen Einfluss auf große Teile des mittelalterlichen Osteuropa ausübte. Das vorliegende Buch entwirft ein neues Bild der Genese des bulgarischen Reiches und leistet zugleich einen Beitrag zum Verständnis der historischen Wurzeln dieses im gegenwärtigen europäischen Integrationsprozess sich dynamisch verändernden Landes.