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Sie wurde geliebt und gehasst, verehrt und verachtet. Berta Zuckerkandl, 1864 als Tochter des Zeitungsverlegers Moritz Szeps geboren, war eine couragierte Friedenskämpferin und Vertraute vieler Größen ihrer Zeit. Nach der Heirat mit dem Anatomen Emil Zuckerkandl gründete sie in Wien einen Salon, der von modernen Kunstströmungen aufgeschlossenen Frauen und Männern besucht wurde. Hier begegneten sich Gustav Mahler und Alma Schindler, die sich trotz eines heftigen Disputs drei Wochen später verlobten. Zuckerkandl organisierte die erste öffentliche Lesung des Jedermann und förderte die Begegnung von Max Reinhardt und Hugo von Hoffmannsthal. Unter Gustav Klimts Einfluss entstand in ihrem Salon die Idee zur Wiener Secession, und sie spielte eine entscheidende Rolle bei den Salzburger Festspielen. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges endeten diese glanzvollen Jahre. Nach dem "Anschluss" 1938 musste sie als Jüdin emigrieren, floh nach Frankreich und dann nach Algier, wo sie leidenschaftliche Reden gegen den Nationalsozialismus hielt. Sie erlebte den Zusammenbruch des Naziregimes und starb im Oktober 1945. Zuckerkandl war eine der schillerndsten Persönlichkeiten ihrer Epoche, die von der ausklingenden Donaumonarchie bis zum Ende des faschistischen Terrors reicht. Die Biografie vermittelt ein lebendiges Bild dieser einzigartigen Ära.
Achat du livre
Bertha Zuckerkandl, Michael Schulte, Bertha Zuckerkandl
- Langue
- Année de publication
- 2006
- Reliure
- (rigide),
- État du livre
- Très bon
- Prix
- 8,99 €
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- Titre
- Bertha Zuckerkandl
- Sous-titre
- Salonière, Journalistin, Geheimdiplomatin
- Langue
- Allemand
- Auteurs
- Michael Schulte, Bertha Zuckerkandl
- Éditeur
- Atrium Verlag
- Publié
- 2006
- Format
- rigide
- Pages
- 253
- ISBN10
- 385535720X
- ISBN13
- 9783855357208
- Séries
- Catégories
- Mots clés
- Évaluation
- 3 sur 5
- Description
- Sie wurde geliebt und gehasst, verehrt und verachtet. Berta Zuckerkandl, 1864 als Tochter des Zeitungsverlegers Moritz Szeps geboren, war eine couragierte Friedenskämpferin und Vertraute vieler Größen ihrer Zeit. Nach der Heirat mit dem Anatomen Emil Zuckerkandl gründete sie in Wien einen Salon, der von modernen Kunstströmungen aufgeschlossenen Frauen und Männern besucht wurde. Hier begegneten sich Gustav Mahler und Alma Schindler, die sich trotz eines heftigen Disputs drei Wochen später verlobten. Zuckerkandl organisierte die erste öffentliche Lesung des Jedermann und förderte die Begegnung von Max Reinhardt und Hugo von Hoffmannsthal. Unter Gustav Klimts Einfluss entstand in ihrem Salon die Idee zur Wiener Secession, und sie spielte eine entscheidende Rolle bei den Salzburger Festspielen. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges endeten diese glanzvollen Jahre. Nach dem "Anschluss" 1938 musste sie als Jüdin emigrieren, floh nach Frankreich und dann nach Algier, wo sie leidenschaftliche Reden gegen den Nationalsozialismus hielt. Sie erlebte den Zusammenbruch des Naziregimes und starb im Oktober 1945. Zuckerkandl war eine der schillerndsten Persönlichkeiten ihrer Epoche, die von der ausklingenden Donaumonarchie bis zum Ende des faschistischen Terrors reicht. Die Biografie vermittelt ein lebendiges Bild dieser einzigartigen Ära.


