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Hieronymus Bosch, Garten der Lüste

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Die rätselhaften Bilder von Hieronymus Bosch regen die Vorstellungskraft des Betrachters an und gehören seit langem zu den Schätzen der bedeutendsten Museen der Welt. Sie zeigen das Nebeneinander von Freude und Glück, Schmerz und Qual. Wunderschöne Landschaften, in denen Menschen in einer idyllischen Harmonie mit Tieren und fantastischen Kreaturen leben, stehen apokalyptischen Visionen gegenüber, durchzogen von fliegenden Maschinen, die im Licht von Explosionen aufeinandertreffen. Einige Forscher sehen in solchen Szenen eine visionäre Vorahnung künftiger Kriege; andere vermuten, dass der Maler vor allem eine Position gegen die katholische Kirche einnehmen wollte. Hans Belting hingegen interpretiert das Triptychon des Garten der Lüste weder als ein häretisches Meisterwerk noch als eine persönliche Abrechnung mit den Dogmen der Kirche oder als eine prächtige Illustration der Schöpfungsgeschichte. Er betrachtet diese Tafeln als eine gemalte Utopie, verwurzelt im "Geist der Zeit", die er mit den humanistischen Theorien von Thomas Morus und Wilibald Pirckheimer in Beziehung setzt. Die Frage von Bosch lautete: "Wie würde die Welt aussehen, wenn die Erbsünde nicht stattgefunden hätte?" Der Autor hat zudem den laizistischen Auftraggeber des Werkes und dessen Verwendungszweck identifiziert.

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Hieronymus Bosch, Garten der Lüste, Hans Belting

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2002
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Titre
Hieronymus Bosch, Garten der Lüste
Langue
Allemand
Éditeur
Prestel
Publié
2002
Format
rigide
Pages
125
ISBN10
3791326449
ISBN13
9783791326443
Séries
Évaluation
3,8 sur 5
Description
Die rätselhaften Bilder von Hieronymus Bosch regen die Vorstellungskraft des Betrachters an und gehören seit langem zu den Schätzen der bedeutendsten Museen der Welt. Sie zeigen das Nebeneinander von Freude und Glück, Schmerz und Qual. Wunderschöne Landschaften, in denen Menschen in einer idyllischen Harmonie mit Tieren und fantastischen Kreaturen leben, stehen apokalyptischen Visionen gegenüber, durchzogen von fliegenden Maschinen, die im Licht von Explosionen aufeinandertreffen. Einige Forscher sehen in solchen Szenen eine visionäre Vorahnung künftiger Kriege; andere vermuten, dass der Maler vor allem eine Position gegen die katholische Kirche einnehmen wollte. Hans Belting hingegen interpretiert das Triptychon des Garten der Lüste weder als ein häretisches Meisterwerk noch als eine persönliche Abrechnung mit den Dogmen der Kirche oder als eine prächtige Illustration der Schöpfungsgeschichte. Er betrachtet diese Tafeln als eine gemalte Utopie, verwurzelt im "Geist der Zeit", die er mit den humanistischen Theorien von Thomas Morus und Wilibald Pirckheimer in Beziehung setzt. Die Frage von Bosch lautete: "Wie würde die Welt aussehen, wenn die Erbsünde nicht stattgefunden hätte?" Der Autor hat zudem den laizistischen Auftraggeber des Werkes und dessen Verwendungszweck identifiziert.