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Produktive Staatsausgaben und endogenes Wachstum

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Sollten produktive Staatsausgaben in einer dynamischen Umwelt steuer- oder gebührenfinanziert bereitgestellt werden? Wie groß ist das optimale staatliche Budget in Abhängigkeit von der Staatsaktivität? Welche Auswirkungen hat eigennütziges Verhalten von Staatsakteuren sowie deren Planungshorizont auf die gewählten Finanzierungsinstrumente, die resultierende Staatsquote, die Wachstumsrate sowie das Wohlfahrtsniveau? Diese Fragen analysiert die Autorin innerhalb eines deterministischen endogenen Wachstumsmodells, wobei ein öffentlich bereitgestellter Produktionsinput die Wachstumsdeterminante liefert. Es zeigt sich, daß das optimale Niveau der gewählten Instrumente zentral von den Eigenschaften des Inputs abhängt. Weiterhin wird hinterfragt, inwiefern die endogenen Wachstumsmodellen häufig inhärente Annahme altruistischen Planerverhaltens gerechtfertigt ist und untersucht, welche Konsequenzen resultieren, wenn dem Planer eigennütziges Verhalten im Sinne der Public-Choice-Theorie unterstellt wird. Bezogen auf die Bereitstellung eines öffentlichen Inputs scheint es dann legitim, den sozialen Planer als eigennutzmaximierenden Bürokraten zu interpretieren. Dabei zeigt sich, dass in einem dynamischen Kontext eine suboptimal hohe Staatsquote sowie Wohlfahrtsverluste keine zwingende Konsequenz egoistischen Planerverhaltens darstellen, sondern das Wohlfahrtsniveau wesentlich von der Formulierung der Planerpräferenzen abhängt.

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Produktive Staatsausgaben und endogenes Wachstum, Ingrid Ott

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2002
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