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Die Korruption im "Dritten Reich" hatte viele Facetten: Reichsminister, die mit öffentlichen Mitteln Schlösser und "Herrensitze" erwarben und beträchtliche Steuerprivilegien genossen; Höhere SS- und Polizeiführer, die Marmorbäder aus französischen Schlössern demontierten, um ihre Diensträume damit auszustatten; Gestapobeamte, die ihre jüdischen Opfer bei "Haussuchungen" ausplünderten; und, nicht zu vergessen, eine riesige Zahl von Parteigenossen und Funktionären, die Mitgliedsbeiträge und Sammlungseinnahmen unterschlugen. Allein von 1934 bis 1941 strengte der NSDAP-Reichsschatzmeister 10.887 Strafverfahren an. Korruption war kein isoliertes Randphänomen, sondern ein zentrales Strukturproblem der NS-Herrschaft. Der Autormacht nicht nur den Umfang der Korruption deutlich, sondern geht vor allem ihren Ursachen nach: der NS-Bewegung, die in Cliquen zerfiel und durch Patronage und materielle Gefälligkeiten zusammengehalten wurde; den diktatorische Verhältnissen, in denenes weder eine wirksame Machtkontrolle noch eine kritische Öffentlichkeit gab; der engen Verbindung von Rassismus mit absoluter Macht, die ein auf Bereicherung orientiertes "Herrenmenschentum" förderte.
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Parvenüs und Profiteure, Frank Bajohr
- Langue
- Année de publication
- 2004
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- (souple)
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- Langue
- Allemand
- Auteurs
- Frank Bajohr
- Éditeur
- Fischer-Taschenbuch-Verl.
- Publié
- 2004
- Format
- souple
- ISBN10
- 3596153883
- ISBN13
- 9783596153886
- Séries
- Mots clés
- Nonfiction, Art / Culture, Thème historique, Histoire, Art, Allemagne, Nazisme, Troisième Reich (Allemagne nazie), 1933-1945, Crimes et délits, Corruption, Droit pénal, Histoire du Droit
- Évaluation
- 4 sur 5
- Description
- Die Korruption im "Dritten Reich" hatte viele Facetten: Reichsminister, die mit öffentlichen Mitteln Schlösser und "Herrensitze" erwarben und beträchtliche Steuerprivilegien genossen; Höhere SS- und Polizeiführer, die Marmorbäder aus französischen Schlössern demontierten, um ihre Diensträume damit auszustatten; Gestapobeamte, die ihre jüdischen Opfer bei "Haussuchungen" ausplünderten; und, nicht zu vergessen, eine riesige Zahl von Parteigenossen und Funktionären, die Mitgliedsbeiträge und Sammlungseinnahmen unterschlugen. Allein von 1934 bis 1941 strengte der NSDAP-Reichsschatzmeister 10.887 Strafverfahren an. Korruption war kein isoliertes Randphänomen, sondern ein zentrales Strukturproblem der NS-Herrschaft. Der Autormacht nicht nur den Umfang der Korruption deutlich, sondern geht vor allem ihren Ursachen nach: der NS-Bewegung, die in Cliquen zerfiel und durch Patronage und materielle Gefälligkeiten zusammengehalten wurde; den diktatorische Verhältnissen, in denenes weder eine wirksame Machtkontrolle noch eine kritische Öffentlichkeit gab; der engen Verbindung von Rassismus mit absoluter Macht, die ein auf Bereicherung orientiertes "Herrenmenschentum" förderte.





