Das in der Reihe „Forschungen zur Bildhauerei“ erschienene Heft umreißt in zwei Aufsätzen das christliche Werk des Bildhauers Gerhard Marcks (1889-1981). Dieses umfasst in der Nachkriegszeit zahlreiche Aufträge für kirchliche Ausstattungsgegenstände. Ergänzt werden diese Auftragswerke von freien Arbeiten christlichen Inhalts aus den 1920er- bis 1960er-Jahren, die von Marcks weniger religiös als vielmehr allgemein symbolisch gedacht waren.
Jean/Hans Arp, Ernst Barlach, Fritz Behn, Johann Bossard, Wilhelm Gerstel, Ernst Gorsemann, Bernhard Hoetger, Georg Kolbe, Käthe Kollwitz, Wilhelm Lehmbruck, Gerhard Marcks, Ewald Mataré, Edwin Scharff, Dresdner Künstler im Ersten Weltkrieg
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In einem einleitenden Text sowie 14 monografischen Aufsätzen untersuchen 14 Autoren, wie die im Untertitel genannten Bildhauer die Zeit des Ersten Weltkriegs verbracht haben und welchen Einfluss die Kriegserlebnisse auf ihr künstlerisches Werk genommen haben. Ausgehend von biografischen Aspekten (individuelles Kriegs-Erlebnis) werden die Rahmenbedingungen für die bildhauerische Tätigkeit während des Kriegs beleuchtet, etwa die konkreten Arbeitsmöglichkeiten oder auch die künstlerischen Folgen von Materialknappheit. Es werden die unmittelbaren Reaktionen auf das Kriegsgeschehen – insbesondere in den Medien der Zeichnung und der Druckgrafik – sowie die spätere Verarbeitung untersucht. Konkrete Betätigungsfelder und Aufträge umfassen die (Anti-)Kriegs-Propaganda, die Memorialkultur (Friedhofsgestaltung, Medaillen) und die nachträgliche Sinnstiftung oder Anklage im Kriegerdenkmal. Schließlich findet auch die Frage Raum, inwieweit die zutiefst erschütternde Erfahrung des industrialisierten Kriegsgeschehens bei den vorgestellten Künstlern zum Motor künstlerischer Entwicklungen wurde.