In den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt Rieken die Behandlung der auf Konsonant auslautenden Nomina des Hethitischen in Hinblick auf ihre Stammbildung. Hierbei werden die einzelsprachlichen Neuerungen den aus der Grundsprache ererbten Merkmalen gegenübergestellt und ihre Entwicklungsgeschichte vor der Folie der rekonstruierten Sprachstufen nachgezeichnet. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Frage, inwieweit die Besonderheiten der nominalen Stammbildung des Hethitischen eine Aussage darüber ermöglichen, wann das Hethitische aus dem urindogermanischen Sprachverband ausgeschieden ist und welche der in der wissenschaftlichen Literatur vorgeschlagenen Modellvorstellungen von der Auflösung der Sprachfamilie sich als tragfähig erweist.
Elisabeth Rieken Livres


Lehrbücher orientalischer Sprachen - 2: Einführung in die hethitische Sprache und Schrift
2., verbesserte Auflage
- 242pages
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Hethitisch, die älteste bezeugte indogermanische Sprache, wurde in Anatolien im 2. Jahrtausend v. Chr. gesprochen und in mesopotamischer Keilschrift geschrieben. Die Hethiter mit ihrem indo-europäischen Hintergrund passten sich nicht nur den lokalen anatolischen Traditionen, sondern auch den nordsyrischen (hurritisch) und mesopotamischen Traditionen an; das gilt einschließlich der Religion, der Literatur und der Keilschrift. Auch engagierten sie sich in der internationalen Politik und Diplomatie. Daher ist das Hethitische sowohl für die indogermanischen Sprachwissenschaften wie auch für die altorientalischen Altertumswissenschaften von großer Bedeutung. Dieses Buch stellt einen Einführungskurs in die hethitischen Sprache und Schrift dar. Es enthält Abschnitte über die Grammatik und Schrift, Übungen und einen Text für eine Übersetzung auf der Basis von Originaldokumente. Es ist sowohl für das Studium und wie auch für das Selbststudium gedacht.