Galt Charles Dickens lange Zeit als der Verfasser umfangreicher seichter und sentimentaler Kinderliteratur, als Produzent leicht konsumierbarer Massenware, so zeigt diese Aufsatzsammlung, dass Dickens nicht nur Leser hochwertiger Literatur war, sondern dass er seine Werke im Kontext sowohl der großen Weltliteratur als auch der zeitgenössischen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Debatten wahrgenommen sehen wollte. Von Sidney, Shakespeare, Cervantes, über Swift, Smollett bis hin zu Bulwer-Lytton reicht die Riege der Autoren, die Dickens im Kosmos seiner Romane verarbeitete und zu einem intertextuellen Netz verwob.
Norbert Lennartz Livres




"My unwasht Muse"
(De-)Konstruktionen der Erotik in der englischen Literatur des 17. Jahrhunderts
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Die Analyse lyrischer Texte des 17. Jahrhunderts beleuchtet einen entscheidenden Paradigmenwechsel, der das Ende des Barock und den Beginn der Moderne markiert. Durch die Auseinandersetzung mit T.S. Eliots Konzept der "dissociation of sensibility" sowie der Kontroverse zwischen Elias und Duerr wird deutlich, wie sich die Sensibilität und Wahrnehmung in dieser Zeit grundlegend veränderten.