Den meisten Menschen ist das Erzgebirge durch seine volkstümlichen Schnitzereien bekannt geworden. Die Nussknacker und Räuchermännchen, die Engel, Pyramiden und Leuchter haben sich in vielen deutschen Weihnachtsstuben, aber auch in den Herzen ihrer Bewohner einen festen Platz erobert. Sie tragen dazu bei ein wenig von dem Zauber des erzgebirgischen Winters in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. In der übrigen Zeit des Jahres ist dieses Landschaft jedoch für viele ein wenig bekannter Ort. Deshalb soll in den Geschichten von Ereignissen die Rede sein, die nicht allgegenwärtig sind und die doch ihren Anteil am Zustandekommen des Bildes haben, den das Gebirge heute bietet. In teils heiterem, teils nachdenklichem Stil wird der Leser durch 1000 Jahre wechselvoller Geschichte des Osterzgebirges geführt. Die Burgengründungen, der Bergbau, der dem Land seinen Wohlstand ermöglichte, bis hin zur Entwicklung der Spielzeugindustrie und der Wald- und Forstwirtschaft, werden unter vielen anderen Themen angesprochen. Dabei findet auch der Beginn des Wintersports und die Gestalten aus der Sagenwelt ihren Platz. Soweit es der Rückblick erlaubte, ist die eine oder andere Begebenheit an unveröffentlichten Anekdoten festgehalten. Einigen Kapiteln sind von der Grafikerin A. Kruse gezeichnete Modelle erzgebirgscher Holzfiguren vorangestellt, die den Bezug zum Text in erfreulicher Weise unterstreichen.
Sigrid Heldt Livres
