Carmen & Co.
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Die Filme des international bekannten Regisseurs Pedro Almodovar sind schrill, rebellisch und von besonderer Sensibilität. Sie entstanden in der Movida, der Madrider Jugendbewegung der 70er und 80er Jahre, die eine freizügige Gegenbewegung nach 40 Jahren frankistischer Repression darstellte. Almodovar entwickelt seine Filmästhetik aus seiner subkulturellen homosexuellen Sensibilität, der Queer-Ästhetik. Künstlichkeit, Übertreibung, Theatralik und das Zwitterhafte der Geschlechter prägen seine international anerkannten Werke. Seine Filme geben postmodernen Bedürfnissen des 21. Jahrhunderts einen filmischen Ausdruck, indem sie Bindungen, Geschlechtsidentitäten und kulturelle Stereotypen dekonstruiert. Mit einer Verbindung von Camp- und Queer-Ästhetik macht er humorvoll die Heteronormativität zum Thema, während die hybriden Gestalten seiner Filme uns sowohl zum Lachen als auch zum Weinen bringen. Die Autorin, Mechthild Zeul, ist Dipl.-Psychologin, Dr. phil. und Psychoanalytikerin mit eigener Praxis in Frankfurt a. M. und Madrid. Sie war langjährige Redakteurin und Mitherausgeberin der Zeitschrift Psyche und hat zahlreiche Veröffentlichungen zu Psychoanalyse und Weiblichkeit, psychoanalytischen Krankengeschichten sowie Psychoanalyse und Film verfasst, zuletzt: Das Höhlenhaus der Träume. Filme, Kino & Psychoanalyse (Brandes & Apsel, 2007).