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Volkmar Schön

    Das Rote Kreuz in der Region Hamburg in der Zeit des Deutsch-Französischen Krieges
    Das Rote Kreuz in Hamburg
    Von Aalesund bis Messina
    • Auch wenn das Rote Kreuz als freiwillige Hilfsgesellschaft für Sanitätsdienste im Krieg entstand, nahm es doch bald auch humanitäre Aufgaben in Zeiten des Friedens wahr. Insbesondere bei Notständen und Katastrophen, seien sie nun von Naturgewalten verursacht oder vom Menschen. Spenden und Sachleistungen wurden von Anfang an erbracht, binnen kurzem erfolgte auch tatkräftige Unterstützung durch geschulte Hilfskräfte. Zunächst blieben diese Aktivitäten auf das Inland beschränkt, doch Anfang des 20. Jahrhunderts wurden deutsche Rotkreuzverbände auch mehrfach im großen Stil im Ausland aktiv. Neben Ärzten, Pflegern und Sanitätshelfern spielten dabei die Frauenvereine und Schwesternschaften eine bedeutende Rolle. Als Welt- und Hafenstadt war Hamburg an diesen Einsätzen maßgeblich beteiligt, so auch nach der Feuersbrunst im norwegischen Aalesund 1904 und nach dem schweren Erdbeben in Süditalien 1908/09. Dieses Buch versammelt zum ersten Mal die einschlägigen Quellen und schickt uns damit auf eine dramatische Reise durch die Zeiten. Zugleich bietet es wertvolle Anregungen für die Katastrophenhilfe unserer Tage.

      Von Aalesund bis Messina
    • In über 190 Ländern stehen das Rote Kreuz und der Rote Halbmond wie keine andere Organisation für unparteiliche und unabhängige Hilfe für Menschen in Not. Doch die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist nicht nur international bedeutend: Das Rote Kreuz übernimmt auch direkt vor unserer Haustür unverzichtbare Aufgaben für die Gesellschaft. So ist das Rote Kreuz in Hamburg als Wohlfahrtsund Hilfsorganisation seit über 160 Jahren fest verwurzelt, gegründet und getragen von freiwilligem Engagement. Im vorliegenden Buch führt Volkmar Schön die Leser zu aktuellen Orten sowie fast vergessenen Wirkungsstätten des Roten Kreuzes in Hamburg. Dabei beleuchtet er nicht bloß Historisches, sondern nimmt auch die Gegenwart in den Blick und gibt Tipps für weitere Sehenswürdigkeiten in der Nachbarschaft – ein praktischer Stadtführer mit Tiefgang zur Rotkreuz- und Sozialgeschichte in Hamburg.

      Das Rote Kreuz in Hamburg
    • Das Rote Kreuz in der Region Hamburg in der Zeit des Deutsch-Französischen Krieges

      Ein Beispiel für Kontinuität und Brüche in der Entwicklung von Rotkreuzverbänden

      Der letzte der drei sogenannten deutschen Einigungskriege bedeutet eine Zäsur für die Rotkreuzentwicklung in Deutschland. Einerseits ist mit ihm die flächendeckende Etablierung der Organisation fast abgeschlossen. Andererseits beginnt gerade in dieser Zeit die breitgefächerte Friedensarbeit des Roten Kreuzes in Deutschland, zuerst bei den Frauen- und später auch bei den Männervereinen. Am Beispiel der Rotkreuzarbeit in der Region Hamburg wird diese Entwicklung aufgezeigt. Im Mittelpunkt des Bandes stehen jedoch die umfangreichen humanitären Aktivitäten der Rotkreuzverbände aber auch anderer Vereine in der Zeit des Krieges von 1870/71 und das hohe Engagement ihrer damaligen Mitglieder. Und es wird deutlich, wie sehr die Grundsätze der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung schon damals die Arbeit geprägt haben. Patriotismus und unparteiliche Hilfe wurden nicht als Gegensatz aufgefasst. Orientiert hat sich die Hilfe allein am Maß der Not.

      Das Rote Kreuz in der Region Hamburg in der Zeit des Deutsch-Französischen Krieges