Bookbot

Michael Jaeger

    Doppelportraits
    Global player Faust oder das Verschwinden der Gegenwart
    Wanderers Verstummen, Goethes Schweigen oder die große Transformation der Welt
    Goethes 'Faust'
    Goethes Gegenwart
    Goethes Faust und die Geldschöpfung aus dem Nichts
    • Goethes Faust und die Geldschöpfung aus dem Nichts

      Goethes Faust und die Geldschöpfung aus dem Nichts

      • 200pages
      • 7 heures de lecture

      Die Handlung des zweiten Teils von Goethes Faust thematisiert die Rolle von Faust und Mephisto in einer Staats- und Finanzkrise, in der sie durch die Einführung von Papiergeld eine Lösung versprechen. Diese Erzählung spiegelt die komplexen Dynamiken der modernen Finanzökonomie wider, einschließlich der Risiken und Chancen, die mit der Schöpfung von 'fiat money' verbunden sind. Anlässlich des 100. Jahrestages der Hyperinflation von 1923 bieten verschiedene Experten in diesem Band eine interdisziplinäre Analyse der Wechselwirkungen zwischen Wertschöpfung und Wertvernichtung.

      Goethes Faust und die Geldschöpfung aus dem Nichts
    • Goethes Gegenwart

      Zur historischen und aktuellen Bedeutung eines Klassikers

      • 400pages
      • 14 heures de lecture

      Die Auseinandersetzung Goethes mit den europäischen Revolutionen spiegelt sich in seinen Werken, insbesondere in der Tragödie Faust, wider. Er stellt sich dem geschichtsphilosophischen Denken seiner Zeit mit einer kritischen Selbstwahrnehmung entgegen, die die Idee der Gegenwart als mystischen Moment begreift. Diese Perspektive kontrastiert mit der modernen Fortschrittsidee und bietet einen Stoff für zukünftige Entwicklungen, allerdings nur unter der Prämisse einer tragischen Auseinandersetzung. Die Studien im Band beleuchten Goethes ideengeschichtliche Position im 19. und 20. Jahrhundert sowie seine ästhetischen und naturphilosophischen Ansätze.

      Goethes Gegenwart
    • Goethes 'Faust'

      Das Drama der Moderne

      • 128pages
      • 5 heures de lecture
      Goethes 'Faust'
    • Am Ende seines Lebens, über sechzig Jahre nach den ersten Konzepten für ein Faustdrama, schließt Goethe die Arbeit am Faustmanuskript ab. Die im zweiten Tragödienteil noch fehlenden Szenen schreibt der Einundachtzigjährige zwischen den Sommermonaten des Jahres 1830 und Juli 1831. Die Studie liest die zuletzt entstandenen Passagen von Goethes Lebenswerk vor dem Hintergrund des Revolutionsjahres 1830. Eine Tragödie, die am Vorabend der mit der industriellen Revolution anbrechenden modernen Welt spielt, kommt hier in den Blick. Im Horizont dieses die Epoche kennzeichnenden fundamentalen Bruchs der Überlieferung werden die zuletzt geschriebenen Faustszenen als dramatischer Ausdruck der Krise des europäischen Bewusstseins und als Zeugnis für die äußerste Resignation des späten Goethe gedeutet. In diesem Sinne werden desgleichen Briefe, Gespräche und Tagebuchnotate aus den beiden letzten Lebensjahren Goethes erschlossen.

      Wanderers Verstummen, Goethes Schweigen oder die große Transformation der Welt
    • In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde Goethes Faust als optimistischer Held gefeiert, dessen Streben nach Selbstbestimmung als Tugend galt. Seine Lebensgeschichte wurde als Beispiel für persönliche Entwicklung und technologische Fortschritte interpretiert, was als Glück angesehen wurde. Michael Jaeger hingegen betrachtet in seinem Essay die Tragödie des Fausts als Spiegel der modernen Zivilisation. Er argumentiert, dass Fausts Vorstellung einer ruhelosen Gesellschaft heute Realität ist. Im 21. Jahrhundert erleben wir den Erfolg der faustischen Negation des Verweilens und den Triumph des Mobilitätsideals. In einer Welt, die von globalen, unentrinnbaren Bewegungsrhythmen geprägt ist, stellt sich die Frage: Was ist so schlimm am Verweilen? Warum muss alles Daseiende ständig entwertet werden, und warum wird jeder Ruheort im Sinne des modernen Bewegungsgesetzes kolonisiert? Jaeger beleuchtet den Preis, den wir für den Siegeszug des modernen Bewegungsideals zahlen, und fragt, wer oder was dabei auf der Strecke bleibt. Seine provokante These ist, dass Fausts Streben möglicherweise eine Verirrung darstellt, die in die Sackgasse des 'Ewig-Leeren' führt, das entsteht, wenn jeder Ruhepunkt verschwindet.

      Global player Faust oder das Verschwinden der Gegenwart