In diesem Buch werden die Vorgeschichte des Konflikts, der Kriegsgang selbst, die Beteiligung des westlichen Bündnisses über Waffenlieferungen für die Ukraine und Sanktionen gegen Russland, das Erstarken der politischen Rechten in Kiew und Moskau sowie die Rolle der Medien im transatlantischen Raum durchleuchtet. Dem Vormarsch der NATO und dem wirtschaftlichen Ausgriff der EU in Richtung Osten steht das Konzept „russki mir“ gegenüber, das die Zusammenführung der „russischen Welt“ betreibt. Die Ukraine ist zwischen Ost und West – nicht zum ersten Mal in der Geschichte – zum Spielball im geopolitischen Ringen geworden. Die von Brüssel ausgerufene Parteinahme für Kiew hat in Windeseile zu einer russophoben Stimmung im Westen geführt, die selbst vor verstorbenen russischen Künstlern – und erst recht vor lebenden – nicht Halt macht. Das Canceln russischer Kultur stellt der sogenannten „Wertegemeinschaft“ ein katastrophales Zeugnis aus und erinnert in Vielem an ein längst überwunden geglaubtes Feindbild Russland. Dem entgegenzutreten und die Hintergründe des Krieges vorurteilsfrei zu bewerten, haben sich die Autorinnen und Autoren dieses Bandes zur Aufgabe gemacht.
Hannes Hofbauer Livres
Cet auteur autrichien se concentre sur les affaires d'Europe de l'Est. Il écrit périodiquement pour les journaux de gauche Neues Deutschland et Junge Welt. Il est considéré comme un partisan de la gauche anti-interventionniste.






Feindbild Russland
Geschichte einer Dämonisierung
Hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg ist im Westen eine russophobe Grundstimmung zurückgekehrt. Washington und Brüssel erlassen Einreiseverbote gegen Diplomaten, verhängen Sanktionen, sperren Konten und schließen Russland aus internationalen Gremien aus. Sportliche Großereignisse werden boykottiert, und „Russlandversteher“ werden in den eigenen Reihen gemobbt. Ein Stellvertreterkrieg in der Ukraine verstärkt das gegenseitige Misstrauen. Hannes Hofbauer verfolgt die Russophobie bis ins 15. Jahrhundert zurück, als der Zar gegen Nordwesten zog. Der Kampf um wirtschaftliche und (geo)politische Macht wurde ideologisch begleitet: Der Russe galt als asiatisch, ungläubig und schmutzig – Stereotypen, die sich über Jahrhunderte gehalten haben. Dieses Feindbild zieht sich durch die westliche Rezeption Russlands. Aktuell reagiert der Westen empört auf die Politik des Kremls, der unter Wladimir Putin auf Konsolidierung und Selbständigkeit setzt. Die Wegmarken der neuen Feindschaft sind vielfältig: vom NATO-Krieg gegen Jugoslawien (1999) über die Verhaftung des Oligarchen Michail Chodorkowski (2003) und die NATO-Osterweiterung bis zu den „Farbrevolutionen“ und dem Krieg um Abchasien und Südossetien (2008). Diese Ereignisse haben die Kluft im West-Ost-Konflikt vertieft, besonders im Kampf um die Ukraine (2015).
Die Diktatur des Kapitals
Souveränitätsverlust im postdemokratischen Zeitalter
- 240pages
- 9 heures de lecture
Das Buch versucht einen Brückenschlag von einer ökonomischen Analyse einer vom Prinzip der Akkumulation und des Profits getriebenen Gesellschaft zu den tagtäglichen Auswirkungen dieser Entwicklung. Die Durchsetzung liberaler Reformen und der kollektive und individuelle Souveränitätsverlust hängen miteinander zusammen.
Balkankrieg
- 268pages
- 10 heures de lecture
Der 24. März 1999 markierte das Ende der europäischen Nachkriegszeit. Mit dem Einsetzen der Bombardements gegen serbische und montenegrinische Städte durch die NATO eskalierte die Zerstörung des ehedem multinationalen und blockfreien Jugoslawien zur kriegerischen Intervention. Hannes Hofbauer zeichnet die Tragödie am Balkan nach. Ein Blick von außen, weltsystemisch und historisch fundiert, soll dabei helfen, die Nebel von Propaganda, die eine totale Verunsicherung in der kritischen Öffentlichkeit im Westen bewirkt haben, zu lüften. Nur so können die Konturen der Interessenslagen deutscher und US-amerikanischer Kriegstreiber nachgezeichnet und die ideologische Substanz der scheinbaren Rechtfertigung, Bomben im Dienste von Menschenrechten und Solidarität zu werfen, bloßgelegt werden.
EU-Osterweiterung
Historische Basis - ökonomische Triebkräfte - soziale Folgen
Die vorliegende kritische Bestandsaufnahme der EU-Osterweiterung stellt den Ausgriff westeuropäischen Kapitals in Richtung Osten in einen historischen Kontext und setzt sich auch mit dem Begriff ”Europa” auseinander. Vom lange geträumten deutschen ”Drang nach Osten” über die durch Marshallplan für den Westen und Embargopolitik für den Osten divergierende Entwicklung nach 1945 bis zur Auflösung des RGW (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe) im Jahre 1991 spannt der Autor den Bogen jener Geschichte, die erzählt werden muss, um die Jahre der Transformation verstehen zu können. Berichte über sämtliche neuen EU-Mitglieder geben einen Einblick in den Zustand von Wirtschaft und Gesellschaft der jeweiligen Länder.
Medikamente in der Schmerztherapie
Analgetika, Koanalgetika und Adjuvanzien von A-Z
- 450pages
- 16 heures de lecture
Das Werk beschreibt 100 Pharmaka, die in der Schmerztherapie eingesetzt werden, und konzentriert sich auf deren Wirkprofile. Die erfahrenen Autoren, die langjährig in der Schmerztherapie tätig sind, legen Wert auf praxisrelevante Informationen und beleuchten auch Off-Label-Anwendungen. Zudem bietet das Werk nützliche Tipps für den optimalen Einsatz, Entscheidungshilfen zur Medikamentenwahl und Antworten auf spezielle Fragestellungen. Es richtet sich an Ärzte, die Patienten mit akuten oder chronischen Schmerzen differenziert behandeln möchten und Unterstützung bei der Auswahl der geeigneten Substanzen benötigen. Das Inhaltsverzeichnis gliedert sich in zwei Teile: Teil I behandelt die Grundlagen, einschließlich der Physiologie des Schmerzes, Wirkmechanismen von Pharmaka und Grundlagen der Pharmakotherapie. Teil II ist ein umfassendes Medikamentenverzeichnis, das eine Vielzahl von Wirkstoffen umfasst, darunter Acetylsalicylsäure, Amitriptylin, Buprenorphin, Fentanyl, Gabapentin, Morphin und viele weitere. Außerdem werden Cytochrom P450-Interaktionen thematisiert. Dieses Werk bietet somit eine wertvolle Ressource für die effektive Schmerztherapie und unterstützt Ärzte bei der optimalen Behandlung ihrer Patienten.
Im Wirtschaftskrieg
Die Sanktionspolitik des Westens und ihre Folgen. Das Beispiel Russland
- 240pages
- 9 heures de lecture
Der Wirtschaftskrieg zwischen dem Westen und Russland hat sich seit 2014 intensiviert, beginnend mit Sanktionen gegen russische Bürger und Unternehmen. Diese Maßnahmen, ursprünglich als Reaktion auf die Krim-Krise gedacht, spiegeln eine lange Geschichte westlicher Sanktionspolitik wider, die bis zur Sowjetunion zurückreicht. Das Buch beleuchtet die verschiedenen Instrumente, von Embargos bis zu physischen Angriffen, und analysiert die Auswirkungen auf Länder wie Kuba, Nordkorea und Iran. Zudem wird der wachsende Vertrauensverlust in westliche Institutionen und die Entwestlichung des Globalen Südens thematisiert.
Lockdown 2020
Wie ein Virus dazu benutzt wird, die Gesellschaft zu verändern
Eine tiefe Rezession, massenhafte Arbeitslosigkeit und schwere soziale Verwerfungen sind die Folgen des Lockdown 2020. Als noch gravierender entpuppen sich die politischen Handlungen: Ohne off ene Debatte setzte man Notverordnungen durch, wurden Grundrechte beiseite geschoben, geriet der Ausnahmezustand zur neuen Normalität. Gründe genug für die zwei Wiener Verleger Hannes Hofbauer und Stefan Kraft, kritische Stimmen in einem Buch zu versammeln, das sich mit den Hintergründen und Folgen der Virus-Maßnahmen auseinandersetzt.
Europa
Ein Nachruf
Hannes Hofbauer entlarvt das in Brüssel, Berlin und anderswo gemalte Selbstbild der Europäischen Union als ideologische Begleiterscheinung ökonomischer Protagonisten, die für ihre Geschäfte einen supranationalen Raum und einen entsprechenden militärischen Flankenschutz brauchen. Und er weist den hegemonial-liberalen Ansatz, wonach eine Infragestellung des „europäischen“ Selbstverständnisses quasi automatisch rechts wäre, entschieden zurück. Der Autor verfolgt die Europa-Idee bis ins Hochmittelalter zurück und zeigt, wie die Verschmelzung von Antike und Christentum schon vor 800 Jahren zu einem Drang nach Osten geführt hat. Nur wenige Europa-Visionen waren von sozialen Utopie- und Friedensvorstellungen geprägt.
Herrschaft der Angst
Von der Bedrohung zum Ausnahmezustand
Die Machtausübung unserer Tage basiert auf mehreren Säulen. Noch immer scheint jene Defi nition zu gelten, mit der Antonio Gramsci vor bald 100 Jahren den (bürgerlichen) Staat beschrieb: „Hegemonie, gepanzert mit Zwang“. Die jeweiligen Regierenden erkaufen die Akzeptanz zu ihrer Politik mit materiellen Zugeständnissen – so dies ökonomisch möglich ist. Parallel dazu betreiben sie eine Herrschaftstechnik, die immer off ener zutage tritt: die Erzeugung von Angst. Dies ermöglicht dem Staat stärkere Befugnisse und lenkt die Aufmerksamkeit der Menschen auf das jeweilige Drohszenario.
Zensur
Publikationsverbote im Spiegel der Geschichte. Vom kirchlichen Index zur YouTube-Löschung
„Gefährliche Falschinformation“ lautet die Punze, die monopolartig agierende Konzerne wie Alphabet/Google oder Facebook/Meta all jenen Publikationen und Wortmeldungen auf ihren Plattformen aufdrücken, die dem transatlantisch-liberalen Weltbild ihrer Betreiber nicht passen. Gelöscht und blockiert wird von politisch und kulturell gesteuerten Algorithmen. In den vergangenen Jahren ist dies millionenfach geschehen, wenn Beiträge über Corona, Russland, den Islam oder den Klimawandel nicht der herrschenden Meinung entsprechen. Zwischen repressiv agierenden staatlichen Akteuren und privaten Medienmonopolen entwickelt sich in unseren Tagen eine neue Zensur-Praxis, für die beide nicht zuständig sein wollen und einander gegenseitig die Verantwortung zuspielen; eine Zensur des post-industriellen, kybernetischen Zeitalters. Der Wiener Historiker Hannes Hofbauer geht in die Geschichte zurück, um die aktuellen Verbotspraktika besser verstehen zu können.
Das andere Österreich
- 207pages
- 8 heures de lecture
Kritik der Migration
Wer profitiert und wer verliert
Hannes Hofbauer gibt einen historischen Überblick über die großen Wanderungsbewegungen und ruft die Ursachen dafür in Erinnerung, die von Umweltkatastrophen über Kriege bis zu Krisen reichen, von denen die allermeisten menschlichen Eingriff en geschuldet sind. So zeichnen allein von westlichen Allianzen geführte Kriege für Millionen entwurzelte Menschen verantwortlich, die ebenso ihrer Lebensgrundlagen beraubt sind wie jene, die von ihrem Land vertrieben werden. Diesen Verwerfungen ist es geschuldet, dass ganze Generationen junger Menschen im globalen Süden, aber auch im Osten Europas ihre persönliche Zukunft in der Emigration sehen. Mit der Massenmigration aus der Peripherie werden die Folgen der weltweiten Ungleichheit nun auch in den europäischen Zentralräumen – negativ – spürbar. Deregulierungen am Arbeits- und Wohnungsmarkt erreichen neue Dimensionen. Eine politische Antwort darauf scheint nur die Rechte zu haben, indem sie statt einer notwendigen Kritik an der Migration die Migranten zu Sündenböcken macht. Die Linke hingegen sträubt sich, den strukturell zerstörerischen Charakter von Wanderungsbewegungen zu erkennen. Eine Kritik am Wesen der Migration und ihren Triebkräften sowie eine klare Benennung ihrer Opfer und Profiteure ist überfällig.
Verordnete Wahrheit, bestrafte Gesinnung
Rechtsprechung als politisches Instrument
- 264pages
- 10 heures de lecture
Neue Straftatbestände auf EU-Ebene öffnen einer Gesinnungsjustiz Tür und Tor. Die Leugnung von einem gerichtlich als Völkermord deklarierten Ereignis ist bereits strafbar; die Leugnung kommunistischer Verbrechen könnte es demnächst werden. An zwei Beispielen zeichnet Hofbauer die Debatte um die Definition von Gräueltaten nach: der armenischen Frage und ihrer Instrumentalisierbarkeit sowie dem bosnischen Gründungsmythos, der auf der These eines Völkermordes in Srebrenica beruht. Einblicke in die Auseinandersetzungen um den Holodomor in der Ukraine, die Massaker in Ruanda, Darfur, Palästina und Kambodscha zeigen, welch unterschiedliche Interessen sich hinter dem Vorwurf des Völkermordes verbergen können.
Mitten in Europa
Politische Reiseberichte aus Bosnien-Herzegowina, Belarus, der Ukraine, Transnistrien /Moldawien und Albanien
- 222pages
- 8 heures de lecture
Europa ist größer und vielfältiger als die „Europäische Union“. Jenseits des Brüsseler Blocks, in der geographischen Mitte des Kontinents, sind Menschen und Regierungen dabei, ihr Leben und ihr Überleben zwischen der Sogkraft EU-Europas und den Begehrlichkeiten Russlands einzurichten. Die politischen Reaktionen auf neokoloniale Erweiterungspläne aus dem Westen, oligarchische Zugriffe aus dem Osten und militärische Drohgebärden von beiden Seiten fallen in Sarajewo, Minsk, Kiew, Tiraspol und Tirana recht unterschiedlich aus. Gemeinsame Antworten auf im Kern ähnliche Herausforderungen fehlen. Und genau darin liegt die Schwäche der Mitte Europas zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Die Regionen und Völker dieser Weltgegend zahlen, wie schon in den Jahrhunderten zuvor, den Preis für die Integrationsversuche in den Zentren.
Die Europäische Union erweitert sich nach Osten. Was in Politik und führenden Medien ohne Ausnahme mit positiv klingenden Attributen versehen wird, hat indes mehr als nur Schattenseiten: Die Eingliederung ehemals kommunistisch regierter Staaten in das Brüsseler Regelwerk der vier kapitalistischen Freiheiten (Kapital, Dienstleistungen, Waren- und Personenverkehr) unterwirft einen halben Kontinent dem Kalkül expansionshungriger Konzerne aus Westeuropa, insbesondere aus Deutschland. Die Folgen sind eine Zurichtung der osteuropäischen Ökonomien auf den Bedarf der Märkte in den westeuropäischen Zentren sowie eine fortgesetzte soziale Verelendung bedeutender Teile der Gesellschaften im Osten. Europas Globalisierung hinterlässt zig Millionen von Verlierern der Transformation nach einer weitgehenden Liberalisierung – schreib: Zerstörung – von sozialen Sicherungssystemen unversorgt.
Bucuvina, Basarabia, Moldova
- 169pages
- 6 heures de lecture
Bukowina, Bessarabien, Moldawien
Vergessenes Land zwischen Westeuropa, Russland und der Türkei
- 203pages
- 8 heures de lecture









