Große Prozesse im antiken Athen
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Die Morgenröte der europäischen Literaturgeschichte, die wir Homers Ilias verdanken, erstrahlt in düsterem Glanz – sie beleuchtet den Krieg. Ihr sollten noch in der Antike zahlreiche Werke folgen, die dem gleichen Thema gewidmet waren, wie etwa Herodots Darstellung der Perserkriege, Caesars Gallischer Krieg und Prokops Gotenkriege, um nur einige ganz wenige der bekannteren Texte zu nennen. Auch archäologische Spuren militärischer Ereignisse aus dieser Zeit haben sich oft erstaunlich gut erhalten, so dass wir über kaum ein antikes Phänomen so gründlich unterrichtet sind wie über den Krieg. Kriegsverläufe entschieden damals wie heute nicht nur über Leid, Leben und Tod zahlloser Individuen, sondern nicht selten auch über den Fortbestand von Staatswesen überhaupt. Daher hat man bereits in der Antike hohen Aufwand mit militärischer Rüstung und Waffentechnik – zu Lande und zu Wasser –, aber auch mit der Entwicklung von Strategie und Taktik betrieben. Dieses kleine Buch soll eine Einführung in das Militärwesen der Antike als eines zentralen Elements der Geschichte dieser Epoche bieten.
Vor kurzem wurden die Bände 1, 2 und 3 der Griechischen Culturgeschichte als kritische Edition neu veröffentlicht. Diese neue Ausgabe bietet einen frischen Zugang zu Burckhardts bedeutendstem Werk über die Antike. Die in diesem Band versammelten Beiträge entstanden im Rahmen einer Tagung, die im September 2004 an der Universität Freiburg i. Br. stattfand und von den Seminarien für Alte Geschichte der Universitäten Freiburg und Basel organisiert wurde. Die Aufsätze beleuchten die Griechische Culturgeschichte im Kontext ihrer Entstehungszeit und analysieren zentrale Themen und Motive, die Burckhardt wichtig waren. Zudem wird sein kulturgeschichtlicher Ansatz im Lichte aktueller altertumswissenschaftlicher Perspektiven untersucht. Obwohl Burckhardt sich als Außenseiter der Historikerzunft positionierte und sein Werk anfänglich kritisch rezipiert wurde, zeigt sich, dass es sowohl wissenschaftliche Entwicklungen als auch zeitgenössische gesellschaftliche und politische Strömungen reflektiert. Ein zentrales Ziel des Bandes ist es, zu verstehen, wie Burckhardt diese Einflüsse aufnahm und verarbeitete. Der Inhalt gliedert sich in drei Teile: Burckhardt in seiner Zeit, Burckhardt und sein Gegenstand sowie Burckhardt und moderne Sichtweisen auf die Antike.