Sie haben die Aufgabe mit den Streichhölzern auf dem Buchdeckel gelöst? Sie haben beispielhaft erkannt, wie Begrenzungen in der Wahrnehmung und im Denken (hier das Verweilen in der Ebene) erfolgreiches Handeln verhindern können? Sie wollen in gleicher Weis neue Wege im Umgang mit auffälligen Kindern gehen, sich kompetente Umgangsformen und Entlastungim Erziehungs- und Schulalltag schaffen? Dann werden die Inhalte dieses Buches für Sie spannend und nützlich sein!
Vor dem Hintergrund einer konstruktivistischen Didaktik stellen in diesem Band Lehrerinnen und Lehrer sowie renommierte Wissenschaftler aus dem In- und Ausland Perspektiven zum Wandel der Lernkultur vor. Man kann nichts in die Köpfe der Schüler „hineinlegen“, die „Welten in den Köpfen der Kinder“ sind immer schon vorhanden, wann immer ein Lehrer auf einen Schüler, eine Klasse trifft. Mit dem „kompetenten Säugling“ beginnt eine Entwicklung, in der Kinder jeweils, entsprechend ihrer Entwicklungs- und Altersstufe, ihre eigenen (Lern-)Welten konstruieren. Schüler sind autonome, eigensinnige und selbstverantwortliche Lerner, die entsprechend ihrer Biografie und Lebenswelt im Dialog mit ihren Mitschülern und Lehrern ihre je eigenen Lernwege erfinden. Aus dem Inhalt: Lernen und Lehren aus konstruktivistischer Sicht - Unterricht ohne Belehrung: Kontextsteuerung, individuelle Lernbegleitung, Perspektivenwechsel - Schüler reflektieren eigene Lernwege - Noten sind Konstruktionen - Schüler unterrichten Schüler in den Naturwissenschaften - Wie kommt die Mathematik in den Kopf? - Kinder erfinden die Schrift - Interviews mit Howard Gardner und Ernst von Glasersfeld.
Der Herausgeber - Lehrer, systemischer Therapeut und nun Professor fur Grundschulpadagogik - versuchte, die inzwischen zahlreicher gewordenen Ansatze systemisch-konstruktivistischer (Schul-)Padagogik zu erfassen
Die Autoren loten systematisch Chancen, Spielräume und Gestaltungsmöglichkeiten im Bildungssektor aus. Sie beschreiben Projekte, in denen Lehrer zu Lernbegleitern, Moderatoren und Coachs werden, binden Eltern als Partner zur Realisierung des gemeinsamen Bildungsauftrags ein und zeigen die grundlegenden Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen und und faire Chancen im Lernbetrieb auf.
Absage an eine medikamentöse Behandlung abweichender Verhaltensweisen bei Kindern und Jugendlichen
112pages
4 heures de lecture
Dieses Buch will aufmerksam machen auf die steigende Bereitschaft, Schulschwierigkeiten, Erziehungsprobleme und andere unerwünschte Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen mit Medikamenten, insbesondere mit Psychopharmaka, zu begegnen. Unruhige, aggressive, konzentrationsgeschwächte, selbstbewußte oder ungeliebte Kinder und Jugendliche werden meist als 'verhaltensgestört' oder 'hyperaktiv' etikettiert und mit Medikamenten behandelt. Werden in unserer Gesellschaft Leistung, Konkurrenz und Gewinnstreben höher eingeschätzt als die grundlegenden Bedürfnisse der Kinder? Wir alle sind in die Verantwortung und Entscheidung gestellt, dieser Entwicklung Vorschub zu leisten oder in dem kindlichen Verhalten Signale für eine gestörte Sozialstruktur des Kindes zu sehen. Das Buch beinhaltet Diskussionsbeiträge aus medizinischer, soziologischer und pädagogischer Perspektive des Problemzusammenhangs, wobei zugleich die interdisziplinäre Verantwortung für die beschriebene Entwicklung unterstrichen wird.