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Valentin Senger

    Das Frauenbad und andere jüdische Geschichten
    Einführung in die Sozialpolitik
    Das Frauenbad
    Kurzer Frühling
    Kaiserhofstrasse 12 [zwölf]
    Die Buchsweilers
    • Die Buchsweilers

      • 434pages
      • 16 heures de lecture

      Eine im 19. Jahrhundert spielende Geschichte der Wanderjuden. Das kleine hessische Dorf Eckardtsroth ist der Ort, in dem David Buchsweiler und Sarah Pelzkappe heiraten. Da David in seinem Beruf als Lehrer keine Anstellung findet, muß das Paar von Ort zu Ort ziehen, das harte Leben der Wanderjuden führen. Schicksalhafte Begebenheiten trennen die beiden, und David wird schließlich Mitglied einer jüdischen Räuberbande.

      Die Buchsweilers
      4,8
    • Kaiserhofstrasse 12 [zwölf]

      • 247pages
      • 9 heures de lecture

      Erinnerst du dich, Mama, wie wir in der kleinen Wohnstube im Hinterhaus der Kaiserhofstraße zusammensaßen und davon geträumt haben, wann und wie einmal unsere Todesängste von uns genommen würden? Valentin spricht erneut mit seiner toten Mutter und reflektiert über das zwölfjährige Martyrium, das hinter ihnen liegt. Obwohl die Todesängste überwunden sind, bleiben die seelischen Wunden. Sein Überlebensbericht als Sohn russischer Juden in Frankfurt während der Naziherrschaft ist ein Alptraum aus Denunziation und Verfolgung, der beim Leser Wut, Scham und Empörung hervorruft, aber auch gelegentlich zum Lachen anregt. 1911 zog die Familie in die Kaiserhofstraße, in der Hoffnung, nach jahrelanger Flucht endlich Ruhe gefunden zu haben. Der Vater hatte in Russland revolutionären Zirkeln angehört und musste vor der zaristischen Geheimpolizei fliehen. Mit gefälschten Pässen begann ihr neues Leben in Frankfurt. Der 1918 geborene Autor schildert kraftvoll seine Kindheit, das Lavieren durch Behörden und die ständige Angst vor Entdeckung. Nach der Machtergreifung 1933 wird Mama Senger zur Meisterin der Camouflage, eine Maßnahme, die der Familie das Leben rettet. Dennoch kritisiert Valentin sie später scharf: Ihre Maxime des Kleinmachens hat ihn so geprägt, dass er auch Jahre später nicht angstfrei seine Meinung äußern kann. Die eindringliche Geschichte von Valentin Sengers Familie wird uns nachhaltig beschäftigen.

      Kaiserhofstrasse 12 [zwölf]
      4,0
    • Kurzer Frühling

      • 344pages
      • 13 heures de lecture

      Wie durch ein Wunder hat die jüdische Familie Senger die Nazizeit in Frankfurt überlebt. Nach 1945 soll alles anders, alles besser werden. Valentin Senger wird Mitglied der KPD, er ist ein Querdenker und politisch engagiert. Aber im westlichen Nachkriegsdeutschland hat er es als staatenloser Jude nicht leicht, auch als er sich nach dem XX. Parteitag von seiner Partei lossagt. Das beeindruckende Zeugnis eines ungewöhnlichen Lebens, ein Stück autobiographischer Zeitgeschichte. Mit einem Nachwort von Arno Lustiger.

      Kurzer Frühling
      3,7
    • „Als sich im März 1945 die Amerikaner der Stadt näherten, flüchtete ich - trotz meines Fleckfiebers - aus dem Fritzlaer Ursulinenkloster.“ Diese Flucht markiert das Ende von zwölf Jahren Angst für Valentin Senger, der als Jude und Kommunist verfolgt wurde. Plötzlich wird die Vorstellung eines demokratischen, menschenfreundlichen Deutschlands greifbar. Auf dem Weg nach Hause findet Senger Unterschlupf bei drei Frauen, die Juden und Zigeuner verachten. Bei seiner Rückkehr in die Heimatstadt ist er schockiert über die Apathie der Menschen; Freude über das Kriegsende ist nicht zu spüren. Der Überlebenskampf dreht sich zunächst nur um die Suche nach Nahrung. Glücklicherweise wird Senger von den Amerikanern als Bäderputzer eingestellt, was ihm ermöglicht, zu stehlen, was seine Familie zum Leben braucht und auf dem Schwarzmarkt verkauft werden kann. Doch die Jagd nach Lebensmitteln verdeckt, dass geistig bereits wieder aufgerüstet wird. Der amerikanische Erzfeind ist über Nacht zum besten Freund geworden, und der Holocaust wird ignoriert. Die meisten Deutschen sehen sich als Widerstandskämpfer. Senger, der sich über die Niederlage der Nazis freut, erkennt bald, dass seine Hoffnungen auf ein neues Deutschland von wenigen geteilt werden. Er wird erneut an den Rand gedrängt, und sein Bericht über die Nachkriegszeit wird zur Auseinandersetzung mit den verpassten Chancen nach 1945.

      Der Heimkehrer