Beate Elsen Schwedler Livres





Menagerie : Tierschau aus der Sammlung Würth
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Wir kommen auf den Hund, weinen dicke Krokodiltränen und sind arm wie Kirchenmäuse. Über Jahrhunderte war es für Literatur und Kunst eine Herausforderung, das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Tier darzustellen. Unsere Vorstellung vom Wesen der Tiere hat sich im Lauf der Epochen gewandelt. Während unser Wissen über die Verwandtschaft zwischen Mensch und Tier wächst, wächst auch die Skepsis gegenüber einer Hierarchie der Arten. Philosoph Jacques Derrida hinterfragt, ob es sinnvoll ist, vom Tier im Singular zu sprechen, da die Unterschiede zwischen Mensch und Schimpanse oft geringer sind als zwischen anderen Tierarten. Unsere Vorstellungen über Tiere sind in Bewegung, während Künstler sie aus ungewöhnlichen Perspektiven zeigen. Diese Vielfalt und Rätselhaftigkeit spiegelt sich in mythologischen Figuren, Fabeln und Märchengestalten wider. In der Tierschau der Kunsthalle Würth werden Tiere aus der Kunstgeschichte präsentiert, von Kühen und Pferden bis hin zu fantastischen Wesen wie Drachen und Minotauren. Diese Ausstellung verspricht ein visuelles Erlebnis für die ganze Familie und bietet auch Einblicke in die menschliche Natur. Denn der Mensch hat in der Kunst stets versucht, sich selbst durch die Beziehung zu Tieren zu deuten, sei es durch Abgrenzung oder die Betonung von Gemeinsamkeiten.
Alex Katz, Prints, Paintings, Cutouts
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Alex Katz (geb. 1927) zählt zu den einflussreichsten amerikanischen Künstlern der letzten 50 Jahre. Mit seinen spektakulär großen Werken, dem sorgfältig austarierten Bildaufbau, klaren Farbkontrasten und scharf beschnittenen Konturen avancierte er zur zentralen Figur des Cool Painting, einer selbstreflexiven Maltradition. Die große Werkschau der Kunsthalle Würth würdigt dies mit rund 170 Druckgrafiken und Gemälden des Altmeisters. Seine Formate zeigen Porträts und elegante Ausschnitte aus dem Leben der modernen New Yorker Intellektuellen- und Kunstszene sowie der wohlhabenden Freizeitgesellschaft. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Naturidyllen von Maine, die Katz’ monumentale Malerei zu radikalen, ikonischen Kompositionen stilisiert. Katz’ Bilder gleichen Erinnerungen, ohne im Anekdotischen zu verweilen. Sie konservieren die memorierte Schönheit des Augenblicks und verleihen dem Flüchtigen und Marginalen Dauer und Bedeutung. In seinem druckgrafischen Werk, das hauptsächlich aus Siebdruck, Aquatinta und Lithographie besteht, reproduziert und reduziert Katz seine Motive, ohne den charakteristischen strahlenden Farbflächen seiner Malerei zu verlieren. Formale und technische Präzision sowie extreme Reduktion verleihen jedem Blatt maximalen Ausdruck von Gegenwärtigkeit und Prägnanz.