Geschichte findet überall statt, auf allen Ebenen, in allen Dimensionen und Räumen. Dieser Band verbindet Lokales, Regionales, Nationales und Internationales. Im Lokalteil wird beispielsweise der Abbruch der Basler Stadtmauern behandelt, eine Variante von Entfestigungsvorgängen, die im Laufe des 19. Jahrhunderts da und dort stattgefunden haben. Es wird auch ein Basler Kunststreit aus den 1950er Jahren rekonstruiert, an dem sich konkret und doch in allgemeiner Weise die Mentalitätsstrukturen des Kalten Krieges ablesen lassen. Ein weiterer Themenblock umfasst Beiträge zur schweizerischen Aussenpolitik, insbesondere zur Reisediplomatie und zur demokratischen Mitwirkung in der internationalen Politik. Unter dem Titel Europa bündelt eine Abhandlung zum Basler Paneuropa-Kongress von 1932 wiederum Lokales, Nationales und Internationales. Andere Beiträge befassen sich mit der demokratischen Mitwirkung im gesamteuropäischen Integrationsprozess und mit der bekannten Frage, inwiefern die schweizerische Integrationsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts eine Vorwegnahme eines analogen Vorgangs ist, der auf europäischer Ebene nach 1945 einsetzt. Weitere Beiträge befassen sich mit der wechselvollen Geschichte des Elsass, einem langjährigen Spannungsfeld innereuropäischer Gegensätze.
Georg Kreis Livres






Die Schweiz und der Zweite Weltkrieg
- 808pages
- 29 heures de lecture
La protection politique de l'état en Suisse
- 661pages
- 24 heures de lecture
In June 1989, Italian citizens had the opportunity to express their opinion about whether the European Parliament (EP) should draw up a constitution for an European Union. This referendum is the starting point and focus of the engagement with Italy's view on the question of Europe. The historic event is hardly ever mentioned in general historical accounts; in non-Italian scholarship, it has gone almost completely unnoticed. The present study aims to counteract this. It distinguishes between two different histories leading up to the referendum: an immediate history that begins in 1979 with the first direct elections for the EP or in 1984 with the adoption of a draft constitution at the end of term of the first EP; and a longer history that begins in 1941 in the middle of the war with the Ventotene Manifesto or in 1945. The excurses into these two pasts are followed by a brief look at what has happened since the referendum.
Die Europäische Union steht in der Kritik. Ist diese Kritik gerechtfertigt oder entspringt sie einer allgemeinen Unzufriedenheit mit den Verhältnissen, die sich missmutig eine Adresse sucht und diese in «Brüssel» findet? Manches kann man an der EU zu Recht bemängeln: das Demokratiedefizit, die Bürokratie, die Konstruktionsschwäche des Euro, die fehlende Solidarität in der Flüchtlingspolitik u. a. m. Georg Kreis begibt sich in die historischen Tiefen der EU-Geschichte und geht der Frage nach, warum sich die EU zu der Institution entwickelt hat, die sie heute ist, und wer dafür verantwortlich ist. Die Darstellung verknüpft Ausführungen zu den einzelnen Etappen der europäischen Integrationsgeschichte mit den juristischen, geschichts- und sozialwissenschaftlichen Debatten, die in den vergangenen Jahrzehnten rund um das Demokratiedefizit der EU und die europaweite Politikverdrossenheit geführt worden sind. Kritiker der EU sollten diese Debatten kennen, wenn sie zur EU Stellung nehmen. Es fiele dann leichter, zu einem gerechten Urteil zu kommen und konstruktive Erwartungen an das europäische Gemeinschaftsprojekt zu richten.
Zwischen Geschichte, Kultur und Politik liegt ein gemeinsames Erinnerungsgut, auf das wir uns beziehen können. Es sind Mythen, historische Gemeinplätze, Referenzorte der kollektiven Kommunikation, Lieux de mémoire. Ihre Bedeutung wurde von der französischen Geschichtsschreibung entdeckt. Inzwischen sind für viele weitere Länder Inventare von Erinnerungsorten zusammengestellt worden. Georg Kreis erkundet nun die schweizerische Erinnerungslandschaft. Er präsentiert eine Auswahl solcher 'Orte', erzählt dazu ihre Geschichten und reflektiert, wie sie funktionieren. Er erfasst historische Erinnerungsorte wie Wilhelm Tell oder General Guisan, aber auch alltägliche wie die des Soldatenmessers oder der Swissair. Die Sammlung ist eine leicht lesbare Lektüre, die gleichzeitig das Bewusstsein stärkt für dieses Phänomen der gesellschaftlichen Verständigung und des kollektiven Gedächtnisses.
Die Schweiz im Zweiten Weltkrieg
- 149pages
- 6 heures de lecture
Švýcarsko je alpskou zemí, jejíž historický vývoj byl determinován hornatým rázem krajiny či přítomností průsmyků, spojnicemi Apeninského poloostrova se zaalpskou Evropou. Nynější finanční velmoc se sídlem řady mezinárodních institucí, jež svou společnou identitu vztahuje i ke smlouvě o věčném spolku z roku 1291, si již dvě staletí pečlivě střeží svou neutralitu. Autoři se však neomezují jen na „velké dějiny“ vládců a zlomových momentů, ale mapují rovněž místní zvyky, kulturu, sousedské vztahy či všudypřítomný vliv přírodních podmínek.
Europa und seine Grenzen
- 228pages
- 8 heures de lecture
Die Publikation beleuchtet die prägenden Jahre der nationalsozialistischen Herrschaft und des Zweiten Weltkriegs in der Grenzregion Basel von 1933 bis 1945. Zwölf Autorinnen und Autoren bieten in dreissig bebilderten Kurzbeiträgen Einblicke in persönliche Schicksale sowie geografische und moralische Grenzfälle. Die Themen reichen von der Beziehung der Basler Bevölkerung zu den nationalsozialistischen Ideologien bis hin zu aktuellen Diskussionen über den Umgang mit dieser belasteten Vergangenheit. Ein anregendes Werk für alle, die sich mit dieser historischen Epoche auseinandersetzen möchten.


